
Die Happy rockten am Freitag-Abend den Colos-Saal. Was für ein Auftritt! (Marta Jandová, Thorsten Mewes)
Vor nicht einmal einer Woche war ich in Passau unterwegs, um Die Happy live zu sehen. In Aschaffenburg fand heute mein fünftes und voraussichtlich letztes Die Happy-Konzert für das Jahr 2008 statt. Warum das noch besser als in Passau war, will ich nun erzählen.
Donnerstag, der 23.10., 23.15 Uhr
Nach einem halben Arbeitstag bin ich vom Nürnberger Hauptbahnhof gegen 14 Uhr nach Aschaffenburg gefahren. Dieses Mal war sogar der Wagen am Zug, in dem ich einen Platz reserviert hatte. Ohne Verspätung kam ich gegen halb Vier in Aschaffenburg an. Hotel und Colos-Saal (so hieß der Veranstaltungsort) sind nur etwa fünf Minuten voneinander entfernt – sehr praktisch. Nach einem kurzen Spaziergang und einem kleinen Imbiss ging ich gegen 18.15 Uhr zum Veranstaltungsort. Drinnen war kaum jemand, aber ich hörte ein Lied von Nulltarif, der Vorband des heutigen Abends. Die scheinen also für ihren Auftritt zu Proben. Nebenan ist gleich die Jazzküche, eine Bar bzw. ein Restaurant, in dem ich mich für eine Weile niederlies. Mit der Zeit kamen mehr Leute, gegen 19 Uhr wurde man hineingelassen. So dann auch ich – und mit mir meine Digitalkamera, mit der ich später noch fleißig Bilder knipste. Das war schon mal ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Passau, denn da hab ich es gar nicht erst versucht, eine Kamera mit hineinzunehmen. Ich setzte mich in der Nähe der Bühne auf eine Stufe und wartete, der Raum füllte sich allmählich. Auf einer Projektionswand wurde für die kommenden Veranstaltungen im Colos-Saal geworben. Gegen 20 Uhr wurde die dann aber hochgezogen und schon bald standen die Bandmitglieder von Nulltarif auf der Bühne. Wie in Passau haben sie eine ordentliche Show abgeliefert und der Sänger war mit uns sehr zufrieden, denn er meinte, Aschaffenburg sei das beste Publikum.

Nulltarif gaben sich spielfreudig. Eine wirklich gute Performance!
Ich habe mir ein Getränk bestellt und erst irgendwo abgestellt. Es begannen die Umbaumaßnahmen auf der Bühne, Uli, ein Crewmitglied, checkte wie immer die Instrumente auf ihre Tauglichkeit. Inzwischen stand ich nicht ganz vorne, aber in der zweiten Reihe. Der Clou: Mein Glas habe ich auf der Bühne abgestellt – so konnte ich während des Konzerts immer wieder einen Schluck trinken und war dadurch länger fit als in Passau. Bevor es losging, schwätze ich mit einem anderen Fan über vergangene Konzerte. Er erzählte mir, dass Marta hier im Colos-Saal vor etwa eineinhalb Jahren von der Bühne gefallen sei, während Sie „Breathing“ gesungen hat (das erwähnt sie übrigens auch auf der Unplugged-DVD des aktuellen Albums). Die ersten lauten Töne erklangen wenig später: Jürgen, Thorsten und Ralph kamen auf die Bühne, Marta zum Schluss und los ging das Konzert. Die Setlist war ähnlich der in Passau, wieder wurden drei oder vier Songs von der Abstimmung auf der Die Happy-Homepage gespielt. So waren Lieder wie eben „Breathing“ (Platz 1 bei der Abstimmung) gut, um Zwischendurch etwas Luft zu holen und einen Schluck zu trinken. Immer wieder wunderschön, der Song.

Gänsehaut bei "Breathing" (Marta Jandová, Ralph Rieker)
Bei „Big Boy“ wurde nach solch ruhigeren Stücken dann um so lauter mitgesungen und geklatscht. Leider wieder nicht mit dabei war „Still Love You“ und „Slow Day“. Was in Passau geklappt hat, passierte auch in Aschaffenburg: Schon zu Beginn kam Marta einmal auf die linke Seite der Bühne – und wieder haben wir uns kurz die Hände geschüttelt! Wieder wiedererkannt. So, und da ich ja meine Digitalkamera mit dabei hatte, habe ich immer wieder Bilder geschossen. Obwohl das Konzert hier eine Stunde früher begann, spielte die Band etwa zwei Stunden, nach „Supersonic Speed“ war Schluss. Schade, denn erstens war es ja erst 11.10 Uhr und zweitens hätte ich es wohl auch noch ein bisschen länger ausgehalten. Dafür war die Stimmung wirklich sehr gut und es gab ausreichend Möglichkeiten zum Springen, Klatschen und Singen. Ich bin sehr froh, dass ich das Konzert besuchen konnte. Es war ähnlich wie in Passau, nur eben besser, Dank Getränk in der Nähe und Digitalkamera zum Bilder schießen. Ein würdiger Abschluss meiner persönlichen Die Happy-Tour 2008.

Ralph ganz nah an den Fans!
Freitag, der 23.10., 15.15 Uhr
Danke, Deutsche Bahn! In Aschaffenburg am Gleis hieß es erst 20, ich korrigiere, 25, bitte entschuldigen Sie, 30, ach was, 40, ich meine natürlich 50 Minuten Verspätung. Das war doof, denn es war ganz schön kalt. Aber was soll’s, für dieses Konzert hat es sich definitiv gelohnt. Jetzt jedenfalls bin ich endlich zu Hause angekommen.

Marta Jandová, Thorsten Mewes
Meine Die Happy-Tour 2008
Meine persönliche Die Happy-Tour 2008 begann am 31. Mai in Ulm, wo ich die Band zusammen mit einem guten Freund zum ersten Mal live erleben durfte – ja, erleben ist das richtige Wort dafür. Damals „nur“ in der sechsten oder vielleicht siebten Reihe rockte die Band ihre Heimatstadt dermaßen, dass ich vom einen Tag auf den anderen meine eine Lieblings-Live-Band gefunden hatte. Was für ein Konzert! Danach habe ich geschaut, auf welchen Festivals Die Happy auftreten und wo ich sie noch einmal sehen könnte. Es war der 2. August auf dem Oberfranken Festival in Lichtenfels. Da stand ich dann endlich zum ersten Mal in der ersten Reihe und kann endlich nachvollziehen, was das bedeutet. Sehr schön, wenn auch leider nur eine gute Stunde gespielt wurde. Im August gab es dann eine dicke Überraschung für mich. Ich war beruflich auf der Games Convention in Leipzig und wollte eigentlich am Samstag wieder abreisen, als ich morgens auf der Homepage von Die Happy lese, dass sie als Headliner auf der Games Convention einen Auftritt haben. „Das kann doch kein Zufall sein“, hab’ ich gedacht, konnte einen Tag verlängern und das Konzert besuchen. In der ersten Reihe, versteht sich. Und mit einer Besonderheit: einer Kamera. Damit habe ich das komplette Konzert aufgezeichnet. Auch wenn die Tonqualität miserabel ist, bin ich sehr froh über diese tolle Erinnerung. Danach kam erstmal längere Zeit nichts, aber ich wusste, ich muss die Band einfach nochmal live sehen. Da habe ich mir die Karten für Passau und Aschaffenburg bestellt. Diese Konzerte sind jetzt leider vorbei, aber sie waren schön. Ich bin sehr froh, dass es Die Happy gibt. 2009 wird es bestimmt einen Termin geben, an dem ich Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen wiedersehen kann. Im April wollen sie nämlich auf Unplugged-Tour gehen. Ich wünsche allen viel Spaß, die noch ein Konzert vor sich haben, denn ich kann euch versichern: es lohnt sich!

Jürgen Stiehle, Thorsten Mewes, Marta Jandová und Ralph Rieker (v.l.) bedanken sich nach ihrem knapp zweistündigen Auftritt bei den Fans. Vielen, vielen Dank für dieses geniale Konzert! Ihr habt Aschaffenburg gerockt!
Weitere Bilder vom Konzert gibt es in der Gallerie:
Hals- und Beinbruch,
Felix