Die Happy in Passau – und ich auch!

Links: Das Die Happy-Plakat. Rechts: Felix' Vorfreude.

Freitag, der 17.10., 17 Uhr

Es ist wieder Mal so weit. Eben waren es noch Wochen, nun dauert es nur noch einige Stunden, bis ich mein nächstes Die Happy-Konzert besuche (das vierte dieses Jahr!). Dafür habe ich mir diesen Tag extra frei genommen, um entspannt mit der Bahn nach Passau zu fahren. Die Deutsche Bahn hat sich für diesen Tag aber erst noch ein paar Späße einfallen lassen: 1. Mein Zug fährt an einem anderen Gleis ab, 2. Der Wagen mit meiner Sitzplatzreservierung fehlt, 3. Der Zug hat 18 Minuten Verspätung. Da ich trotz der Widrigkeiten einen Sitzplatz bekommen habe und auch kein einziges Mal umsteigen muss, sehe ich das dann aber doch recht gelassen. Gegen 14.45 Uhr komme ich in Passau an, das Wetter ist richtig schön und nach ein paar Minuten bekomme ich eine Ahnung, in welcher Richtung sich mein Hotel befindet. Das finde ich dann auch recht schnell, checke ein und gehe nach einer kurzen Pause in Richtung Stadt. Passau macht einen richtig netten Eindruck mit all den alten Gebäuden, der Inn, vielen kleinen Gassen usw. Ich gehe zum Veranstaltungsort des heutigen Konzertes, dem ProLi, damit ich später ohne Probleme den Weg finde. Als ich da bin, ist noch kein Die Happy-Fan zu sehen. Gut, denke ich mir, da hab ich noch etwas Zeit und ich spaziere noch ein bisschen an der Inn entlang und gehe dann wieder zurück zum Hotel und schreibe die Zeilen, die Sie gerade lesen.

Samstag, der 18.10., 0.30 Uhr

Endlich Stille, aber ein durchgehendes Piepgeräusch auf den Ohren. Das Konzert ist vorbei, meine Klamotten sind nassgeschwitzt – doch ich fange besser vorne an. Nachdem ich etwas gegessen hatte, bin ich zum Hotel zurückgegangen und habe mich fertig gemacht. Gegen 19.15 Uhr bin ich losgegangen und etwa 10 Minuten später am ProLi angekommen. Draußen standen schon ein paar Leute. Man konnte schon reingehen – aber noch nicht zur Bühne. Dafür erfuhr ich, dass es im ersten Stock ein Cafe gibt. Gut, also nichts wie hin. Ich komme herein und wen sehe ich? … Marta!!! Ich grüße und verstehe erst jetzt, dass ich gerade Marta von Die Happy gegrüßt habe. Cool! Ich suche mir einen Tisch und sehe auch Thorsten an dem Nachbartisch mit Marta und weiteren Leuten sitzen. Nach einer Weile sind sie wieder verschwunden, aber egal, das nenne ich Fan-Nähe! Gegen 20 Uhr gehe ich in die Eingangshalle, denn auf meinem Ticket steht, dass um 20 Uhr der Einlass beginnt. Wie ich feststellen muss stimmt das aber nicht ganz, es geht erst eine halbe Stunde später los. Also heißt es: Warten. Nach einer halben Stunde gebe ich meine Jacke an der Garderobe ab, schnappe mir ein Getränk an der Bar und sitze nun im ProLi auf einer Stufe und schaue mir an, wie sich der Raum langsam mit Menschen füllt. Um 21 Uhr beginnt die Vorband Nulltarif den Zuschauern einzuheizen. Der Raum ist sehr überschaubar, ich würde auf 300 Besucher tippen (wobei meine Schätzungen auch gerne mal daneben liegen). Nach den ersten Liedern stelle ich mich in die Mitte des Raumes und dann kommt die nächste Überraschung: Thorsten von Die Happy steht vor mir im Publikum und hört sich auch die Vorband an. Mir hat Nulltarif überraschend gut gefallen, Respekt dafür! Nachdem sie gegen 21.40 Uhr fertig waren, bin ich weiter nach vorne gegangen und stand in der ersten Reihe. Nun waren die Umbaumaßnahmen im Gange. Einmal hieß es noch warten. Die Instrumente wurden gecheckt und dann war klar: lange dauert es nicht mehr. Gegen 22.15 Uhr ging es los: Jürgen, Thorsten, Ralph und Marta kamen auf die Bühne. Dieses Mal stand ich links vor der Bühne, also vor Thorsten. Die Liederauswahl war an die der vergangenen Konzerte angelehnt, aber es gab auch ein paar Neuerungen. Wunderschön war zum Beispiel „Breathing“, dass vorher meines Wissens eher selten gespielt wurde. Außerdem wurden „The Ordinary Song“, „Goodbye“, „Big Boy“, „Adam’s Eyes“ (cool!), „Perfect“, „Bitter To Better“, „Genuine Venus“, „Wanna Be Your Girl“ und „Like A Flower“ gespielt, an alle Lieder kann ich mich nicht erinnern. Schade: „Still Love You“ war nicht mit dabei. Ich war sehr froh, wieder in die erste Reihe gekommen zu sein. Das alte Problem: schon nach dem ersten Lied hatte ich eine trockene Kehle. Es war sowieso recht warm in ProLi, sodass es ein anstrengender Abend wurde – da half auch Martas Dusche mit einer Wasserflasche wenig. Trotzdem sehr aufmerksam! Das Springen und Singen hat sich definitiv gelohnt: Ein paar Mal kam Marta zu uns auf die linke Seite, sodass wir für einen kurzen Moment ganz nah gemeinsam gesungen haben. Einmal haben wir uns sogar die Hände geschüttelt! Ich hatte an diesem Abend das Gefühl, dass sie mich wiedererkannt hat.

Um kurz vor Mitternacht kündigte Thorsten eine Zugabe an, die deshalb wenig überraschend war, aber die Zeit drängte, um 24 Uhr sollte Ruhe im ProLi einkehren. Das war mir ehrlich gesagt auch ganz Recht, denn inzwischen war ich ziemlich ausgepowert. Die letzten Töne verklangen, die Bandmitglieder bedankten sich, das Publikum klatschte – ein schöner Auftritt ging vorbei. Jürgen warf seine Drumsticks ins Publikum, Marta versteckte sich hinter einer großen Box, zog ihr Die Happy-Shirt aus und warf es ins Publikum – dann war die Bühne leer. Ich ging zu meinem Getränk und leerte es schnell, wartete an der Garderobe kurz auf meine Jacke und ging dann zum Hotel. Schnell nahm ich noch eine Dusche und schlief ein. Gute Nacht!

Samstag, der 18.10., 14.00 Uhr

Nachdem ich noch ein bisschen durch Passau gegangen und im Saturn günstig ein paar Staffeln Emergency Room erstanden habe, sitze ich in nun im Zug Richtung Nürnberg. Dieses Mal ohne Verspätung und mit meinen reservierten Sitzplatz. Schön! Das Pfeifen auf den Ohren ist zwar noch nicht ganz weg, aber schon weniger geworden. Es bleibt festzuhalten: Die Wartezeit vor dem Konzert hat ein bisschen genervt, die Vorband Nulltarif ist live gar nicht mal übel, Die Happy ist eine tolle Band, ich hab’ Marta die Hand geschüttelt und in weniger als einer Woche sehe ich die Vier wieder – dann in Aschaffenburg.

Einige Bilder aus Passau:

Einen schönen Sonntag wünscht

Felix

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