Erste Schritte

Vorwort: Auf dieser Seite finden Sie in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder einen neuen Artikel über Spiele, Konzerte usw. Viel Spaß beim Lesen!

(15) Hochgeladen am 03.10.09 — Lange ist es her, dass ich mir diesen rechteckigen, grauen Kasten namens Playstation gekauft habe. In meiner persönlichen Auswahl möchte ich Ihnen die Spiele vorstellen, die mir in besonderer Erinnerung geblieben sind.

Der König des Prügelspiels: Tekken 3

Tolle Spielbarkeit, hübsche Grafik und viele verschiedene Kämpfer, das sind die Erfolgszutaten für Tekken 3. Bei der großen Charakter-Auswahl ist für jeden Spieler ein(e) passende(r) Kämpfer(in) dabei. Nehme ich Eddy, der wie ein aufgekratzter Sportler nicht ruhig auf der Stelle stehen kann und die wildesten Verrenkungen vollführt? Oder lieber Hwoarang, der mit seinem langen Beinen Gegner zurück auf den Boden der Tatsachen holt? Oder, oder, oder… Die Grafik war damals sehr hübsch und bestach vor allem durch flüssige Animationen, bunte Effekte und aufwändige Rendersequenzen. Wer fleißig gespielt hat, schaltete zudem den sogenannten „Tekken Ball Mode“ frei. Darin stehen sich zwei Spieler gegenüber und schlagen oder treten auf einen Ball ein. Der fliegt dann zum anderen Spieler, der den Ball im richtigen Moment zurückschlagen muss. Der Clou: Je öfter der Ball einen Treffer kassiert, desto schneller wird er. Ist das Tempo am Anfang sehr moderat, geht es später um schnelle Reflexe. Wer dann zu spät oder zu früh auf die Tasten haut, wird vom Ball getroffen und hat die Runde verloren. Extrem simpel, extrem spaßig.

Runden-Strategie-Schwergewicht: Front Mission 3

Es gibt da ein Spiel, mit dem man sich locker wochenlang beschäftigen kann: Front Mission 3. Das Spielprinzip erinnert an den Klassiker Battle Isle. Sie kommandieren rundenweise eine Handvoll Mechs (hier Wanzer genannt) auf kleinen oder großen Schlachtfeldern. Erst dürfen Sie ihre Einheiten in Stellung bringen und feindliche Truppen angreifen, danach ist die künstliche Intelligenz an der Reihe. Nun, was ist so besonders an diesem an sich bekannten Spielprinzip? Erstens: Ihre Einheiten verbessern sich im Kampf. Sie lernen neue Fähigkeiten, wie etwa höhere Treffsicherheit, die anschließend zufällig bei Angriffen eingesetzt werden. Außerdem dürfen sie von Zeit zu Zeit neue Ausrüstung für ihre Wanzer kaufen, was zum Weiterspielen motiviert. Zweitens: Die Geschichte dreht sich um einige zentrale Figuren, die sie während der strategischen Kämpfe befehligen. Die Charaktere sind dabei nicht austauschbar, sondern wachsen einem während der „über 150 Stunden Spielzeit“ (Zitat von der Packungsrückseite) ans Herz.

Rollenspiel mit innovativem Kampfsystem: Vagrant Story

Denke ich zurück an Vagrant Story, kommen mir solche Dinge wie „packend-inszenierte Geschichte“ oder „tolles Kampfsystem“ in den Sinn. Das Rollenspiel ging in vielerlei Hinsicht neue Wege. Die Geschichte wurde in tollen Zwischen- sequenzen erzählt – und das, obwohl sie ohne Sprachausgabe auskommen. Mit dem Helden fieberte man bald mit, wurde doch seine unschuldige Familie umgebracht. Auch das Kampfsystem bot Neues: Traf man auf einen Gegner, fror die Zeit ein. Nun konnte man in aller Ruhe ein Körperteil anvisieren (ähnlich wie heutzutage in Fallout 3). Doch es ging auch um schnelle Reflexe. Im richtigen Moment galt es, die Angriffstaste zu drücken, um einen weiteren Schlag auszuführen. Nach dem ersten konnten Sie einen weiteren Treffer landen, haben Sie das passende Zeitfenster erwischt und so weiter und so fort. Doch viele Treffer in Folge hatten auch ihren Preis: Die „Risk“-Leiste füllte sich, sodass die Wahrscheinlichkeit sank, Gegner bei folgenden Attacken zu verletzten. Da hilft dann nur, einen Trank zu sich zu nehmen, der das „Risk“-Level wieder senkt. Neben diesen Alleinstellungsmerkmalen durften Sie obendrein noch eigene Waffen zusammenbauen.

Durchbruch der Stealth-Actionspiele: Metal Gear Solid

Was hier 1999 in Deutschland erschien, sollte die Spiele-Landschaft nachhaltig beeinflussen. Metal Gear Solid machte nicht nur den Schöpfer Hideo Kojima zu einem der berühmtesten Spiele-Entwickler, es folgten auch viele weitere Spiele, die das Prinzip ums Schleichen und Austricksen der künstlichen Intelligenz aufgriffen. Als Solid Snake sollen Sie eine Terroristen-Basis infiltrieren, so viel zum Ausgangspunkt der Handlung. Dafür schleichen Sie sich an allerlei Wachen vorbei, lenken Sie ab und überwältigen Sie. Natürlich kommen auch Schusswaffen zum Einsatz, doch die Munition ist meist knapp und daher ist eher subtiles Vorgehen gefragt. Die spannende Handlung und das durchdachte Spielprinzip sorgten für so große Begeisterung, dass weitere Nachfolger und Erweiterungen erschienen.

Hervorragender Ego-Shooter: Medal of Honor: Underground

Die bekannteste Ego-Shooter- Marke heutzutage ist wohl Call of Duty mit dem demnächst erscheinenden Modern Warfare 2. Im Jahr 2000 war eine andere Reihe bestens bekannt: Medal of Honor. Damals erschien der zweite (Playstation-)Teil: Medal of Honor: Underground. Als französische Widerstandskämpferin sabotierten Sie die Achsenmächte. Auch wenn Sie manchmal als Fotografin verkleidet feindliche Lager ausspionierten, waren Sie die meiste Zeit mit dem Gewehr im Anschlag unterwegs. Die abwechslungsreichen Levels führten sie durch Frankreich, Italien, Griechenland, Deutschland und Afrika. Der hervorragende Soundtrack sorgte für eine intensive Spielerfahrung, die Gefechte machten einfach eine Menge Spaß und die grafische Qualität war für Playstation-Verhältnisse sehr gut.

Hack and Slay: Diablo

Diablo ist eine der Spielmarken überhaupt. Inbegriff der Sammelwut. Wegbereiter für das BattleNet. Erfolgsmarke von Blizzard. Glücklicherweise haben die Entwickler auch an die Playstation-Besitzer gedacht und eine angepasste Version für die Konsolen-Spieler herausgebracht. Natürlich musste die Steuerung des Action-Rollenspiels für das Gamepad angepasst werden. Kurios: Während das Spiel auf dem PC nur in englischer Sprache erschien, wurde die Playstation-Portierung übersetzt. Das Spielprinzip blieb aber unberührt. Am Anfang entscheiden Sie sich für eine von drei Charakter-Klassen (Krieger, Jägerin oder Zauberer) und erforschen nach und nach jedes der 16 zufallsgenerierten Levels. Dabei treffen Sie auf Horden von Monstern, die sie bekämpfen. Sie erhalten Erfahrungspunkte, steigen im Level auf und dürfen die Attribute ihres Helden verbessern. Außerdem lassen manche Gegner wertvolle Items fallen, etwa Rüstungen, magische Ringe oder bessere Schwerter. Das Prinzip ist simpel, lässt Sie aber nicht so schnell wieder los. Auf dem PC dürfen Sie im BattleNet mit anderen Spielern die Dungeons erforschen, die Playstation-Version dürfen Sie immerhin zusammen mit einem Freund/einer Freundin spielen. Manche Spieler dürfen es doof finden, dass man stets zusammen auf einem Bildschirm die Gegend erkundet. Ich finde das gerade besonders gut, da man stets zusammen unterwegs ist und sich so ein starkes „Wir-Gefühl“ entwickelt. Diablo wurde von Blizzard vorbildlich auf die Playstation portiert, einzig die langen Ladezeiten nerven etwas.

Witziger Worms-Klon: Frontschweine

Frontschweine greift das Spielprinzip von Worms auf und reichert es mit einer netten Einzelspieler-Kampagne an. Rundenweise bewegen Sie ein Schwein aus ihrer Truppe über die dreidimensionalen Schlachtfelder, entscheiden sich für eine Waffe, zielen, legen Winkel und Feuerkraft fest und hoffen, dass sie möglichst großen Schaden beim gegnerischen Team anrichten. Sind alle feindlichen Truppen erledigt, ist die Mission gewonnen. Die Kampagne ist witzig präsentiert und motiviert, denn Sie dürfen ihre Truppen später auch aufwerten. Das Ganze macht zusammen mit Freund enbesonders Laune. Auch wenn der Schwierigkeitsgrad im Verlauf der Kampagne etwas zu stark ansteigt (Stichwort: Treffsicherheit der künstlichen Intelligenz), so wurde mit Frontshweine ein bekanntes Spielprinzip gelungen adaptiert.

Zusammen stark: Star Wars: Episode I: Jedi Power Battles

Zugegeben, Star Wars: Episode I: Jedi Power Battles gehört nicht unbedingt in eine Bestenliste. In dem Actionspiel schnetzeln Sie sich als Lichtschwert-schwingender Jedi durch Unmengen von Feinden. Eigentlich ist das nichts besonderes. Doch es gibt eine Sache, die das Spiel aufwertet: der kooperative Mehrspielermodus. In dem dürfen Sie zusammen mit einem Freund/einer Freundin durch die Levels rennen. Das macht noch einmal deutlich mehr Spaß, als das Spiel alleine zu bestreiten. Als nervig sind mir die Sprungpassagen in Erinnerung geblieben, bei denen man schnell wertvolle Credits verlor.

(14) Hochgeladen am 29.08.09 — Risiko: Das Duell: Lesen Sie hier meinen Eindruck vom Brettspiel, dass man nur zu zweit spielen kann.

Risiko ist Ihnen bestimmt ein Begriff, oder? Der Brettspiel-Klassiker ist fast schon zu einer Institution in der gepflegten Spiele-Abend-Runde geworden. Wie oft wurde um die Weltherrschaft gekämpft, heimlich Bündnisse mit anderen Spielern geschlossen oder in letzter Sekunde der rettende Kartensatz ausgespielt…

Seit einiger Zeit gibt es nun eine spezielle Zwei-Spieler-Variante zu kaufen – und darüber möchte ich berichten. Zwar kann man das normale Risiko auch zu zweit spielen, doch spannender war es immer mit noch mehr Spielern. Daher stellt sich die Frage, wie sich die Zwei-Spieler-Variante, die ausschließlich für zwei Spieler gedacht ist, schlägt. Passenderweise trägt diese neue Variante den Untertitel Das Duell. Die Auffälligste Änderung wurde an der Karte vorgenommen. Anstelle der ganzen Welt stellt sie nun einen Ausschnitt Europas dar. Bei Risiko: Das Duell gibt es drei Parteien: Spieler Blau, Spieler Rot und die neutralen Truppen. Die Länder werden wie gewohnt gemischt und an die drei Parteien verteilt, wobei der neutrale Spieler immer vier bestimmte Länder bekommt. Das hat mit der neuen Missions-Struktur zu tun. Im klassischen Risiko wurde entweder um die Weltherrschaft gespielt oder es galt, eine Mission zu erfüllen. Bei der neuen Variante werden pro Spiel acht Missionen auf das Spielbrett gelegt. Der Spieler, der zuerst drei Missionen erfüllt, gewinnt das Spiel. Alternativ ist es aber auch möglich, alle Länder des Gegners zu befreien. In den ersten beiden Testpartien sind die Missionen nicht besonders zum Tragen gekommen. Eher wurde versucht, sein Gegenüber zu vernichten. Die neutrale Partei bekommt bei jeder Partie vier Länder, in denen besondere Einrichtungen stehen. Bei einigen Missionen lautet das Ziel, diese Einrichtungen zu erobern.

Auch neu sind die Städte, die zufällig auf den Ländern verteilt werden. Sie haben keinen Einfluss auf das Kampfgeschehen. Doch zu Beginn, wenn die eigenen Länder gezählt werden, werden sie wie ein Land mitgezählt. Wer also viele Länder mit Städten hat, bekommt mehr Einheiten-Nachschub. Zu den Städten darf jeder Spieler zu Beginn eines Spiels ein Land aussuchen, auf dem seine Hauptstadt steht. Die hat nicht nur einen ideellen Wert, sie bringt auch zu Beginn jeder Runde eine Einheit mehr auf das Spielbrett. In den ersten Partien stellten sich die Länder mit Hauptstadt als strategische besonders wichtig heraus. Wer es gar schafft, seine Hauptstadt und die seines Feindes zu besetzten, bekommt jede Runde zwei Einheiten zusätzlich. Neben Städten und Hauptstädten gibt es in Risiko: Das Duell nun auch Länder, die durch versumpftes oder bergiges Gelände geprägt sind. Diese Länder dürfen vom Angreifer nur mit zwei anstelle wie sonst üblich mit drei Würfeln angegriffen werden.  Hier hat der Verteidiger also bessere Chancen, sich einem Angriff zu erwehren.

Es gibt noch eine wichtige Neuerung: das Lazarett. Auf einem kleinen Brettchen werden die gefallenen Soldaten aufgereiht, sie wandern nun nicht mehr einfach in den Einheitenpool zurück. Wer also beim Würfeln wenig Glück hat und Einheiten verliert, dessen Lazarett füllt sich schnell. Am Anfang jeder Runde darf sich der Spieler für die gefallenen Soldaten einen Bonus oder mehrere Boni „kaufen“. Zum Beispiel bekommt er für sieben Gefallene drei Einheiten als Verstärkung. Für sechs Gefallene kann man einen Aufstand in einem neutralen Gebiet auslösen und so einen Angriff aus einem neutralen Gebiet in ein benachbartes Land starten. Oder man baut für zehn Gefallene einen Flugplatz, der die höchste Augenzahl beim Würfeln um eins erhöht (nur in der näheren Umgebung). Somit darf der Spieler, der Pech beim Würfeln hat, trotzdem noch für die eine oder andere Überraschung sorgen.

Risiko: Das Duell hat mich in den ersten Partien gut unterhalten. Am interessantesten finde ich die Möglichkeiten, die einem das Lazarett bieten. So kann auch der schwächere Spieler noch einmal etwas ausrichten und zum Beispiel mit einem Aufstand die Hauptstadt des Gegners angreifen. Trotzdem kommt man aber irgendwann an dem Punkt an, wo eine Partei die Überhand gewinnt, da hilft dann auch das Lazarett nicht mehr. Wer das Spielprinzip von Risiko mag und trotzdem nach ein bisschen Abwechslung sucht, der sollte sich Risiko: Das Duell näher anschauen. Das Spiel ist ausschließlich zu zweit spielbar. Eine Partie dauert etwa 90 Minuten.

(13) Hochgeladen am 04.07.09 — Uni Siegen Sommerfestival 2009: Gestern fand in Siegen ein kleines, aber feines Festival statt. Da ich mir die Stadt sowieso anschauen wollte, habe ich meinen Abstecher nach Siegen so gelegt, dass ich auch das Uni Festival besuchen konnte.

Der Weg ist das Ziel: Am Vormittag war es ziemlich schwül, in der Mittagszeit zogen dann allerdings Wolken auf. Hoffentlich regnet es nicht beim Festival, dachte ich mir. Vom Bahnhof fuhr ich mit einem Bus zum Universitätsgelände auf dem Haardter Berg. Da ich bereits am Tag zuvor bei der Uni war, wusste ich, wo sich das Festival-Gelände befindet. Gegen 17 Uhr wurde man hereingelassen. Gewundert habe ich mich über die Einlass-Kontrolle, denn die Sicherheitsleute haben nicht nachgeschaut, was in meinen Taschen ist. Naja, mir soll’s recht sein. Nach einem kleinen Imbiss ging’s auf zur Bühne. Man könnte das Festival als „Mini-Rock im Park“ bezeichnen, was ja nicht bedeutet, dass es kein guter Abend wird. Bevor die erste Band ihren Auftritt hatte, regnete es natürlich noch ein bisschen. Danach blieb das Wetter glücklicherweise stabil.

Steigerungsfähig: Die erste Band des Abends stand nicht von vornherein fest, sie hat sich in einem Contest durchgesetzt. Es spielte Play The Gallery, eine Band direkt aus Siegen. Es standen zwar nur wenige Leute vor der Bühne, trotzdem war ich positiv überrascht, denn Play The Gallery machte nicht nur einen sympathischen Eindruck, auch ihre Lieder waren interessant. Die Sängerin stand kaum länger als drei Sekunden auf einer Stelle, sondern war fast immer in Bewegung.

Nach der Umbaupause war die Zeit reif für ein bisschen Luxuslärm. Auch diese Band habe ich live noch nicht gesehen, lediglich ihre Single „1000 Km Bis zum Meer“ habe ich schon ab und zu im Radio gehört.Jedenfalls wurde es voller auf der Wiese und schon das zweite oder dritte Lied war „1000 Km Bis zum Meer“. Play The Gallery hat mir schon gut gefallen, aber Luxuslärm hat mindestens noch eine Schippe draufgelegt. Mit jedem gespielten Lied taute das Publikum ein Stückchen weiter auf. Gegen Ende des etwa einstündigen Auftritts wurde nicht nur ein Stück von Rage Against The Machine gecovert, „1000 Km Bis zum Meer“ wurde noch einmal gespielt. Nun war sichergestellt, dass jeder das Lied mindestens einmal gehört hatte und das Publikum sang jetzt noch lauter und sprang in die Luft, kurzum: die Stimmung war richtig gut!

Im Freudentaumel: Luxuslärm hat mir richtig gut gefallen, können Die Happy das noch toppen, fragte ich mich. Ich fragte mich das genau so lange, bis Ralph, Thorsten, Jürgen und zum Schluss Marta auf die Bühne kam, allesamt gut gelaunt, und endlich losrockten. Und schon sprangen die Leute in die Luft, voller Freude, Die Happy zu sehen. Mein Eindrück war, dass sie an diesem Abend richtig Bock hatten, in Siegen aufzutreten. Neben bekannten Liedern gab’s für mich auch eine Premiere: der neue Song „Rebel In You“, der ziemlich abgeht. Ich denke, dass ist so ein Lied, dass nur live sein ganzes Potential entfaltet.

Das neue „Most Wanted“-Album, auf dem sich auch „Rebel In You“ befindet, erscheint übrigens am 17. Juli. Nachdem sich Die Happy eine klitzekleine Pause gönnten, spielten sie auch einen Song von Skunk Anansie. Wie so oft war es ein sehr schönes Konzert.

Ende in Sicht: Das Uni Festival 2009 hinterlässt bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Mit knapp elf Euro war der Eintrittspreis ein Schnäppchen, der Sound war gut und nicht nur Die Happy haben Siegen erwartungsgemäß gerockt, auch die Vorbands hatten ihren Anteil daran.

(12) Hochgeladen am 04.04.09 — Die Happy-Double-Feature, Teil 2: Die Happy sind auf Unplugged-Tour und ich durfte die Konzerte in Aschaffenburg (1. April) und in München (2. April) erleben. In Teil 2 erzähle ich vom Konzert in München.

In München habe ich mich mit einer guten Freundin getroffen. Am Abend sind wir zum Veranstaltungsort des Konzerts, der Freiheiz, gefahren. Es sind zwar schon einige Leute da, aber vor der Bühne ist trotzdem noch Platz. Wir stehen rechts vor der Bühne. Wie gestern in Aschaffenburg beginnt Jake Roeder gegen 20 Uhr. Als Die Happy knapp eine Stunde später die Bühne betreten, stehe ich vor Patrick. Der Abend verlief ähnlich wie in Aschaffenburg, aber das Publikum in München ging noch ein bisschen mehr ab. Als Überraschung gab es eine kleine Rap-Einlage (der Name des Künstlers ist leider nicht hängen geblieben). Da die Stimmung so gut war, hat Marta ein kleines Spiel gespielt. Sie hat die Lautstärke des Publikums mit der Hand dargestellt – je höher sie zeigte, desto lauter sang das Publikum. Marta zeigte also immer höher und das Publikum wurde immer noch ein bisschen lauter. Daher stieg Marta dann sogar auf ihren Stuhl, was die Menge zu Höchstleistungen anspornte. Von Skunk Anansie haben Die Happy „Hedonism“ gespielt, was sehr zum Mitsingen einlud. Auch wurde an einer Stelle ein Teil von „Dance with somebody“ von Mando Diao eingebaut. Immer wieder wurde folgender Ausschnitt gesungen, die Stimmung war dabei spitzenmäßig:

I’m falling in love with your favorite song
I’m gonna sing it all night long
I’m gonna dance with somebody
dance with somebody
dance dance dance

Lutz hat auch an diesem Abend seinen Spitznamen Porno-Lutz bekommen, Taifun und Jürgen haben sich wieder einmal ein kleines „Gefecht“ geleifert. Und obwohl für mich an diesem Abend nicht alles neu war, hat es mir in München sehr gut gefallen. Die Stimmung hier war jedenfalls noch besser als in Aschaffenburg. Ach ja, der Freundin hat es übrigens auch ziemlich gut gefallen. Mit „On my way“ ging mein achtes Die Happy-Konzert zu Ende. Es war spitze!!!

Freuen wir uns auf den 5. Juni 2009, wenn die neue CD/DVD von Die Happy erscheint.

(11) Hochgeladen am 04.04.09 — Die Happy-Double-Feature, Teil 1: Zum Glück war das kein Aprilscherz. Die Happy sind auf Unplugged-Tour und ich durfte die Konzerte in Aschaffenburg (1. April) und in München (2. April) erleben. In Teil 1 erzähle ich von Aschaffenburg (was schon sehr gut war), Teil 2 dreht sich um das Konzert in München (wo die Stimmung noch aufgeheizter war).

14.03 Uhr: Ich sitze im Zug von Nürnberg nach Aschaffenburg, es ist Zeit für das erste Die Happy-Konzert des Jahres. Und für mich mit einer Premiere: dieses Mal spielt die Band unplugged und mit einigen Gastmusikern.

14.35 Uhr: Nervig: Ein anderer Fahrgast beschallt mit seinem Geschnarche  die Menschen um sich herum.

14.55 Uhr: Der Schnarcher ist weg, dafür ist jetzt ein Schlaf-Simulant da. Kommt der Schaffner vorbei, geht er auf die Toilette oder seine Äugelein fallen zu. Ein Schelm, wer da Böses denkt.

15.45 Uhr: Ich gehe auf mein Hotel-Zimmer in Aschaffenburg, das mit dezentem IKEA-Charme daherkommt. Im Badezimmer ist der Boden nass.

16.15 Uhr: Bei bestem Frühlingswetter vertrete ich mir die Beine, gehe auch am Colos-Saal vorbei, wo ich zufällig einen Gastmusiker des heutigen Abends, Lutz Möller, erkenne.

18.20 Uhr: Ich mache mich auf den Weg zum Colos-Saal, dort bin ich mit einem weiteren Die Happy-Fan verabredet. Noch ist nicht viel los.

19.00 Uhr: Wir dürfen rein! Ich sichere mir einen Platz direkt in der ersten Reihe, genau in der Mitte. Besser kann es nicht laufen. Dann hole ich mir etwas zu trinken.

20.00 Uhr: Jake Roeder kommt auf die Bühne. Seine Lieder kenne ich nicht, er macht einen sympathischen Eindruck.

20.35 Uhr: Die Umbaupause beginnt. Auf der Bühne ist es recht eng. Martas Hocker steht direkt an meinem Platz.

21.00 Uhr: Es geht los! Die Band betritt die Bühne. Neben der Stammbesetzung Marta, Ralph, Thorsten und Jürgen sind als Gastmusiker Lutz Möller, Patrick Wieland und Taifun dabei. Alle haben sich schick angezogen. Die Herren im schwarzen Anzug (außer Lutz, sein Anzug ist weiß), Marta im schwarzen Kleid. Ich bin ein bisschen baff, denn so nah war ich der Band dann doch noch nie. Und ich freue mich, denn Marta gibt mir die Hand.

21.20 Uhr: Marta zeigt uns ihre Pinnwand, die für Mitbringsel von Fans gedacht ist. Wer ihr also etwas für die Pinnwand geben möchte, ist herzlich eingeladen.

21.40 Uhr: Lutz, der im weißen Anzug, wird wegen seines geschmackvollen Kleidungsstils ab sofort nur noch Porno-Lutz genannt.

22.00 Uhr: Während Marta „Slow Day” singt, kommt ein Fan auf die Bühne. Erst dachte ich, dass sei Martas Duett-Partner, aber es stellte sich heraus, dass der Herr seiner Freundin jetzt einen Heiratsantrag machen will. Während die Band immer noch „Slow Day” spielt, fragt er seine Freundin, ob sie seine Frau werden will. Sie sagt ja und beide tanzen noch auf der Bühne. Schön. Danach hält Marta nacheinander Lutz, Ralph, Jürgen, Thorsten, Taifun und Patrick das Mikrofon unter die Nase, damit jeder einmal „Slow Day” singt.

22.30 Uhr: Jürgen und Taifun liefern sich ein musikalisches „Battle”. Während Taifun trommelt, was die Bongos hergeben, legt Jürgen am Schlagzeug nach.

22.40 Uhr: Thorsten erzählt, dass man im Moment auf diehappy.de für seine Lieblingslieder abstimmen kann. Die Favoriten kommen auf die nächste Die Happy-Platte.

23.10 Uhr: Der Abend neigt sich dem Ende zu. Marta stellt kurz noch mal jeden Musiker vor.

23.20 Uhr: Nachdem alle die Bühne verlassen haben, kommt die Band doch noch einmal wieder. Der Abend klingt mit „On my way” aus.

Fazit: Ein wunderschöner Abend geht zu Ende. Überraschende Einlagen und tolle Unplugged-Versionen bekannter Lieder, das war eine sehr schöne Abwechslung zu den üblichen Konzerten. Ein Lob auch an die Gast-Musiker, die sich sehr harmonisch in die Band einfügen. Danke für diesen wundervollen Abend, wir sehen uns morgen wieder!

(10) Hochgeladen am 24.12.08 — Die Happy in Nürnberg: Das war mein wirklich letztes Die Happy-Konzert für das Jahr 2008.

Ursprünglich dachte ich, dass das Die Happy-Konzert in Aschaffenburg vor zwei Monaten das letzte für dieses Jahr sei, aber da habe ich mich geirrt. Einen Tag vor Weihnachten rockten Die Happy Nürnberg -  und das war zu verlockend, als dass ich diese Gelegenheit auslassen könnte.

Den 23. Dezember hatte ich mir freigenommen, um ganz in Ruhe alle Dinge für die Heimreise an Heiligabend vorzubereiten. Abends ging es dann auf nach Nürnberg, genauer gesagt zum Hirsch. Gegen 20 Uhr kam ich an und draußen hatte sich schon eine Schlange gebildet. Etwa 20 Minuten hats gedauert, dann war ich drinnen. Nach einiger Wartezeit spielten gegen 21 Uhr die Vorband Trustgame, deren Musik man sich ganz gut anhören konnte. Lustigerweise habe ich ein Mädchen getroffen, das auch schon beim Konzert im Colos-Saal in Aschaffenburg dabei war. Nach dem Auftritt von Trustgame suchte ich mir einen guten Platz vor der Bühne. Nach der Umbaupause und dem Soundcheck ging es gegen 22.15 Uhr endlich los, das Intro erklang. Wenig später betraten Jürgen, Thorsten, Ralph und zuletzt Marta die Bühne. Wie man es von Die Happy gewohnt ist, wechselten sich rockige Lieder mit ruhigeren ab. Und auch ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehende Unplugged-Tour durfte natürlich nicht fehlen. Bis auf das Ärgernis, dass der Akku meiner Digitalkamera beim letzten Drittel des Konzertes den Geist aufgab, war das Konzert eine gelungene Veranstaltung. Gut, ich habe es „nur“ in die zweite Reihe geschafft, aber es war wieder einmal ein tolles Erlebnis, mit der Band zusammen zu singen und zu springen. Wie das so ist, vergeht die Zeit auf einem so schönen Abend viel zu schnell. Gegen Mitternacht verabschiedete sich die Band mit „Supersonic Speed“ und die Besucher schoben sich langsam in Richtung Ausgang. Hier kam es dann zur Zufallsbegegnung Nummer 2: Dieses Mal habe ich einen Die Happy-Fan wiedererkannt, der auch schon beim Oberfranken Festival in Lichtenfels dabei war. Die Welt ist klein…

(9) Hochgeladen am 24.10.08 — Die Happy in Aschaffenburg – mein Tour-Abschluss-Konzert 2008: Vor nicht einmal einer Woche war ich in Passau unterwegs, um Die Happy live zu sehen. In Aschaffenburg fand heute mein fünftes und voraussichtlich letztes Die Happy-Konzert für das Jahr 2008 statt. Warum das  noch besser als in Passau war, will ich nun erzählen.

Donnerstag, der 23.10., 23.15 Uhr: Nach einem halben Arbeitstag bin ich vom Nürnberger Hauptbahnhof gegen 14 Uhr nach Aschaffenburg gefahren. Dieses Mal war sogar der Wagen am Zug, in dem ich einen Platz reserviert hatte. Ohne Verspätung kam ich gegen halb Vier in Aschaffenburg an. Hotel und Colos-Saal (so hieß der Veranstaltungsort) sind nur etwa fünf Minuten voneinander entfernt – sehr praktisch. Nach einem kurzen Spaziergang und einem kleinen Imbiss ging ich gegen 18.15 Uhr zum Veranstaltungsort. Drinnen war kaum jemand, aber ich hörte ein Lied von Nulltarif, der Vorband des heutigen Abends. Die scheinen also für ihren Auftritt zu Proben. Nebenan ist gleich die Jazzküche, eine Bar bzw. ein Restaurant, in dem ich mich für eine Weile niederlies. Mit der Zeit kamen mehr Leute, gegen 19 Uhr wurde man hineingelassen. So dann auch ich – und mit mir meine Digitalkamera, mit der ich später noch fleißig Bilder knipste. Das war schon mal ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Passau, denn da hab ich es gar nicht erst versucht, eine Kamera mit hineinzunehmen. Ich setzte mich in der Nähe der Bühne auf eine Stufe und wartete, der Raum füllte sich allmählich. Auf einer Projektionswand wurde für die kommenden Veranstaltungen im Colos-Saal geworben. Gegen 20 Uhr wurde die dann aber hochgezogen und schon bald standen die Bandmitglieder von Nulltarif auf der Bühne. Wie in Passau haben sie eine ordentliche Show abgeliefert und der Sänger war mit uns sehr zufrieden, denn er meinte, Aschaffenburg sei das beste Publikum. Ich habe mir ein Getränk bestellt und erst irgendwo abgestellt. Es begannen die Umbaumaßnahmen auf der Bühne, Uli, ein Crewmitglied, checkte wie immer die Instrumente auf ihre Tauglichkeit. Inzwischen stand ich nicht ganz vorne, aber in der zweiten Reihe. Der Clou: Mein Glas habe ich auf der Bühne abgestellt – so konnte ich während des Konzerts immer wieder einen Schluck trinken und war dadurch länger fit als in Passau. Bevor es losging, schwätze ich mit einem anderen Fan über vergangene Konzerte. Er erzählte mir, dass Marta hier im Colos-Saal vor etwa eineinhalb Jahren von der Bühne gefallen sei, während Sie „Breathing“ gesungen hat (das erwähnt sie übrigens auch auf der Unplugged-DVD des aktuellen Albums). Die ersten lauten Töne erklangen wenig später: Jürgen, Thorsten und Ralph kamen auf die Bühne, Marta zum Schluss und los ging das Konzert. Die Setlist war ähnlich der in Passau, wieder wurden drei oder vier Songs von der Abstimmung auf der Die Happy-Homepage gespielt. So waren Lieder wie eben „Breathing“ (Platz 1 bei der Abstimmung) gut, um Zwischendurch etwas Luft zu holen und einen Schluck zu trinken. Immer wieder wunderschön, der Song. Bei „Big Boy“ wurde nach solch ruhigeren Stücken dann um so lauter mitgesungen und geklatscht. Leider wieder nicht mit dabei war „Still Love You“ und „Slow Day“. Was in Passau geklappt hat, passierte auch in Aschaffenburg: Schon zu Beginn kam Marta einmal auf die linke Seite der Bühne – und wieder haben wir uns kurz die Hände geschüttelt! Wieder wiedererkannt. So, und da ich ja meine Digitalkamera mit dabei hatte, habe ich immer wieder Bilder geschossen. Obwohl das Konzert hier eine Stunde früher begann, spielte die Band etwa zwei Stunden, nach „Supersonic Speed“ war Schluss. Schade, denn erstens war es ja erst 11.10 Uhr und zweitens hätte ich es wohl auch noch ein bisschen länger ausgehalten. Dafür war die Stimmung wirklich sehr gut und es gab ausreichend Möglichkeiten zum Springen, Klatschen und Singen. Ich bin sehr froh, dass ich das Konzert besuchen konnte. Es war ähnlich wie in Passau, nur eben besser, Dank Getränk in der Nähe und Digitalkamera zum Bilder schießen. Ein würdiger Abschluss meiner persönlichen Die Happy-Tour 2008.

Freitag, der 23.10., 15.15 Uhr: Danke, Deutsche Bahn! In Aschaffenburg am Gleis hieß es erst 20, ich korrigiere, 25, bitte entschuldigen Sie, 30, ach was, 40, ich meine natürlich 50 Minuten Verspätung. Das war doof, denn es war ganz schön kalt. Aber was soll’s, für dieses Konzert hat es sich definitiv gelohnt. Jetzt jedenfalls bin ich endlich zu Hause angekommen.

Meine Die Happy-Tour 2008: Meine persönliche Die Happy-Tour 2008 begann am 31. Mai in Ulm, wo ich die Band zusammen mit einem guten Freund zum ersten Mal live erleben durfte – ja, erleben ist das richtige Wort dafür. Damals „nur“ in der sechsten oder vielleicht siebten Reihe rockte die Band ihre Heimatstadt dermaßen, dass ich vom einen Tag auf den anderen meine eine Lieblings-Live-Band gefunden hatte. Was für ein Konzert! Danach habe ich geschaut, auf welchen Festivals Die Happy auftreten und wo ich sie noch einmal sehen könnte. Es war der 2. August auf dem Oberfranken Festival in Lichtenfels. Da stand ich dann endlich zum ersten Mal in der ersten Reihe und kann endlich nachvollziehen, was das bedeutet. Sehr schön, wenn auch leider nur eine gute Stunde gespielt wurde. Im August gab es dann eine dicke Überraschung für mich. Ich war beruflich auf der Games Convention in Leipzig und wollte eigentlich am Samstag wieder abreisen, als ich morgens auf der Homepage von Die Happy lese, dass sie als Headliner auf der Games Convention einen Auftritt haben. „Das kann doch kein Zufall sein“, hab’ ich gedacht, konnte einen Tag verlängern und das Konzert besuchen. In der ersten Reihe, versteht sich. Und mit einer Besonderheit: einer Kamera. Damit habe ich das komplette Konzert aufgezeichnet. Auch wenn die Tonqualität miserabel ist, bin ich sehr froh über diese tolle Erinnerung. Danach kam erstmal längere Zeit nichts, aber ich wusste, ich muss die Band einfach nochmal live sehen. Da habe ich mir die Karten für Passau und Aschaffenburg bestellt. Diese Konzerte sind jetzt leider vorbei, aber sie waren schön. Ich bin sehr froh, dass es Die Happy gibt. 2009 wird es bestimmt einen Termin geben, an dem ich Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen wiedersehen kann. Im April wollen sie nämlich auf Unplugged-Tour gehen. Ich wünsche allen viel Spaß, die noch ein Konzert vor sich haben, denn ich kann euch versichern: es lohnt sich!

(8) Hochgeladen am 18.10.08 — Die Happy in Passau – und ich auch: So war mein viertes Die Happy Konzert.

Freitag, der 17.10., 17 Uhr: Es ist wieder Mal so weit. Eben waren es noch Wochen, nun dauert es nur noch einige Stunden, bis ich mein nächstes Die Happy-Konzert besuche (das vierte dieses Jahr!). Dafür habe ich mir diesen Tag extra frei genommen, um entspannt mit der Bahn nach Passau zu fahren. Die Deutsche Bahn hat sich für diesen Tag aber erst noch ein paar Späße einfallen lassen: 1. Mein Zug fährt an einem anderen Gleis ab, 2. Der Wagen mit meiner Sitzplatzreservierung fehlt, 3. Der Zug hat 18 Minuten Verspätung. Da ich trotz der Widrigkeiten einen Sitzplatz bekommen habe und auch kein einziges Mal umsteigen muss, sehe ich das dann aber doch recht gelassen. Gegen 14.45 Uhr komme ich in Passau an, das Wetter ist richtig schön und nach ein paar Minuten bekomme ich eine Ahnung, in welcher Richtung sich mein Hotel befindet. Das finde ich dann auch recht schnell, checke ein und gehe nach einer kurzen Pause in Richtung Stadt. Passau macht einen richtig netten Eindruck mit all den alten Gebäuden, der Inn, vielen kleinen Gassen usw. Ich gehe zum Veranstaltungsort des heutigen Konzertes, dem ProLi, damit ich später ohne Probleme den Weg finde. Als ich da bin, ist noch kein Die Happy-Fan zu sehen. Gut, denke ich mir, da hab ich noch etwas Zeit und ich spaziere noch ein bisschen an der Inn entlang und gehe dann wieder zurück zum Hotel und schreibe die Zeilen, die Sie gerade lesen.

Samstag, der 18.10., 0.30 Uhr: Endlich Stille, aber ein durchgehendes Piepgeräusch auf den Ohren. Das Konzert ist vorbei, meine Klamotten sind nassgeschwitzt – doch ich fange besser vorne an. Nachdem ich etwas gegessen hatte, bin ich zum Hotel zurückgegangen und habe mich fertig gemacht. Gegen 19.15 Uhr bin ich losgegangen und etwa 10 Minuten später am ProLi angekommen. Draußen standen schon ein paar Leute. Man konnte schon reingehen – aber noch nicht zur Bühne. Dafür erfuhr ich, dass es im ersten Stock ein Cafe gibt. Gut, also nichts wie hin. Ich komme herein und wen sehe ich? … Marta!!! Ich grüße und verstehe erst jetzt, dass ich gerade Marta von Die Happy gegrüßt habe. Cool! Ich suche mir einen Tisch und sehe auch Thorsten an dem Nachbartisch mit Marta und weiteren Leuten sitzen. Nach einer Weile sind sie wieder verschwunden, aber egal, das nenne ich Fan-Nähe! Gegen 20 Uhr gehe ich in die Eingangshalle, denn auf meinem Ticket steht, dass um 20 Uhr der Einlass beginnt. Wie ich feststellen muss stimmt das aber nicht ganz, es geht erst eine halbe Stunde später los. Also heißt es: Warten. Nach einer halben Stunde gebe ich meine Jacke an der Garderobe ab, schnappe mir ein Getränk an der Bar und sitze nun im ProLi auf einer Stufe und schaue mir an, wie sich der Raum langsam mit Menschen füllt. Um 21 Uhr beginnt die Vorband Nulltarif den Zuschauern einzuheizen. Der Raum ist sehr überschaubar, ich würde auf 300 Besucher tippen (wobei meine Schätzungen auch gerne mal daneben liegen). Nach den ersten Liedern stelle ich mich in die Mitte des Raumes und dann kommt die nächste Überraschung: Thorsten von Die Happy steht vor mir im Publikum und hört sich auch die Vorband an. Mir hat Nulltarif überraschend gut gefallen, Respekt dafür! Nachdem sie gegen 21.40 Uhr fertig waren, bin ich weiter nach vorne gegangen und stand in der ersten Reihe. Nun waren die Umbaumaßnahmen im Gange. Einmal hieß es noch warten. Die Instrumente wurden gecheckt und dann war klar: lange dauert es nicht mehr. Gegen 22.15 Uhr ging es los: Jürgen, Thorsten, Ralph und Marta kamen auf die Bühne. Dieses Mal stand ich links vor der Bühne, also vor Thorsten. Die Liederauswahl war an die der vergangenen Konzerte angelehnt, aber es gab auch ein paar Neuerungen. Wunderschön war zum Beispiel „Breathing“, dass vorher meines Wissens eher selten gespielt wurde. Außerdem wurden „The Ordinary Song“, „Goodbye“, „Big Boy“, „Adam’s Eyes“ (cool!), „Perfect“, „Bitter To Better“, „Genuine Venus“, „Wanna Be Your Girl“ und „Like A Flower“ gespielt, an alle Lieder kann ich mich nicht erinnern. Schade: „Still Love You“ war nicht mit dabei. Ich war sehr froh, wieder in die erste Reihe gekommen zu sein. Das alte Problem: schon nach dem ersten Lied hatte ich eine trockene Kehle. Es war sowieso recht warm in ProLi, sodass es ein anstrengender Abend wurde – da half auch Martas Dusche mit einer Wasserflasche wenig. Trotzdem sehr aufmerksam! Das Springen und Singen hat sich definitiv gelohnt: Ein paar Mal kam Marta zu uns auf die linke Seite, sodass wir für einen kurzen Moment ganz nah gemeinsam gesungen haben. Einmal haben wir uns sogar die Hände geschüttelt! Ich hatte an diesem Abend das Gefühl, dass sie mich wiedererkannt hat. Um kurz vor Mitternacht kündigte Thorsten eine Zugabe an, die deshalb wenig überraschend war, aber die Zeit drängte, um 24 Uhr sollte Ruhe im ProLi einkehren. Das war mir ehrlich gesagt auch ganz Recht, denn inzwischen war ich ziemlich ausgepowert. Die letzten Töne verklangen, die Bandmitglieder bedankten sich, das Publikum klatschte – ein schöner Auftritt ging vorbei. Jürgen warf seine Drumsticks ins Publikum, Marta versteckte sich hinter einer großen Box, zog ihr Die Happy-Shirt aus und warf es ins Publikum – dann war die Bühne leer. Ich ging zu meinem Getränk und leerte es schnell, wartete an der Garderobe kurz auf meine Jacke und ging dann zum Hotel. Schnell nahm ich noch eine Dusche und schlief ein. Gute Nacht!

Samstag, der 18.10., 14.00 Uhr:Nachdem ich noch ein bisschen durch Passau gegangen und im Saturn günstig ein paar Staffeln Emergency Room erstanden habe, sitze ich in nun im Zug Richtung Nürnberg. Dieses Mal ohne Verspätung und mit meinen reservierten Sitzplatz. Schön! Das Pfeifen auf den Ohren ist zwar noch nicht ganz weg, aber schon weniger geworden. Es bleibt festzuhalten: Die Wartezeit vor dem Konzert hat ein bisschen genervt, die Vorband Nulltarif ist live gar nicht mal übel, Die Happy ist eine tolle Band, ich hab’ Marta die Hand geschüttelt und in weniger als einer Woche sehe ich die Vier wieder – dann in Aschaffenburg.

(7) Hochgeladen am 02.08.08 — Die Happy beim Oberfranken Festival: Gestern war es endlich wieder soweit. Nach dem grandiosen Die Happy-Konzert in Ulm (was für mich das beste Konzert bisher war) habe ich gestern das Oberfranken Festival in Lichtenfels besucht, um dieses geniale Band endlich wieder live zu sehen.

Easy Come Easy Go

Wenig spannend sind meist Hin- und Rückfahrt zum Festival, deshalb halte ich mich kurz. Abfahrt um 16:40 Uhr vom Nürnberger Hauptbahnhof, planmäßige Ankunft um 18 Uhr in Lichtenfels. Dort stelle ich fest, dass kaum etwas los ist. Ich wollte mich auf mein Gehör verlassen und den Weg zum Festival anhand der in der Ferne zu hörenden Musik finden. Tatsächlich bin ich aber planlos durch Lichtenfels gelaufen, bis mir drei Jugendliche den Weg zum Festival beschrieben. Etwa zehn Minuten später war ich am Schützenplatz, lies mir ein Bändchen ums Armgelenk machen und war da – auf dem Oberfranken Festival. Nun hatte ich noch Zeit in Ruhe ein Stück Pizza zu essen und etwas zu trinken, denn laut der Festival-Homepage sollten Die Happy gegen 20 Uhr spielen. Das Gelände war sehr überschaubar und noch lange nicht voll. Für ein Festival waren recht wenige Leute da. Egal, das Wetter war beständig und es hat den ganzen Abend nicht einen Tropfen Regen gegeben. 4Lyn standen auf der Bühne und gegen 19.45 Uhr stellte ich mich vor die Bühne, gleich sollte es losgehen. Denkste! Auf dem Festival gab es zwei Bühnen. Nicht aber, dass auf beiden Bühnen parallel gespielt wurde – NEIN – die Bands wechselten sich ab. So standen dann erst noch Lowtus auf der anderen Bühne, ich wartete vor der anderen. Die wurde allmählich für Die Happy aufgebaut. Nicht um 20 Uhr, sondern erst gegen 21.15 Uhr hatte das Warten ein Ende. Das Geniale: Da ich früh an der Bühne stand und das Festival nicht gerade überlaufen war, stand ich so weit vorne, dass daraus schon bald ein Platz in der ersten Reihe wurde, also ganz vorne! Ja, und dann ging es endlich los, Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen kamen auf die Bühne.

No Slow Day

Ich stand vorne rechts, ziemlich genau vor Ralph und hatte hier so eine Aussicht, wie man sie sich nur wünschen kann. So weit vorne stand ich noch nie bei einem Konzert. Ich kam noch mit einem Kollegen ins Gespräch, der meinte, er wäre nur wegen Die Happy beim Oberfranken Festival – richtig so! Naja, nach den ersten ein, zwei Liedern war es dann soweit, dass ich mit gehüpft bin, wie es nur ging. Das hatte leider zur Folge, dass ich schon nach 15 Minuten wieder Durst hatte, aber da musste ich jetzt durch. Es war so toll, ganz vorne zu stehen. Natürlich konnte ich auch Marta gut sehen, Thorsten und Jürgen waren etwas weiter weg. Wenn ich mitsang oder die Hände in der Luft waren, dann hatte ich richtig das Gefühl als würde ich gemeinsam mit der Band einen Song singen. Genial! An die Lieder-Auswahl kann ich mich nur bruchstückchenhaft erinnern, folgende waren dabei: „Easy Come Easy Go“, „New York – Tokyo“, „Wanna Be Your Girl“, „Goodbye“. Meine Highlights waren die aktuelle Single „Still Love You”, „The Ordinary Song” und „Supersonic Speed“. „Slow Day” war leider nicht dabei . Die Band hat nur etwa 75 Minuten gespielt, weil dann EL*KE auf der anderen Bühne dran waren. Nach dem Auftritt habe ich mir was zu trinken und ein Die Happy-Poster gekauft und schlenderte zurück zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Um 1 Uhr war ich endlich angekommen.

Fazit

Ich hatte erst so meine Bedenken, ob dieser Abend so richtig Spaß machen wird. Wenig Festival-Besucher und die Verschiebung im Zeitplan waren jedenfalls nicht die besten Vorboten. Ich sag mal so: Die Happy haben jeden Zweifel weggrockt! Nach ein paar Minuten ging es mal wieder nur ab und mein Platz in der ersten Reihe war einfach genial. Man hatte das Gefühl, dass Thosten und Marta jeden einzelnen wahrnehmen. Wirklich schade war, dass sie nur gut eine Stunde gespielt haben. Trotzdem: Die Happy bleibt für mich aktuell die beste Live-Band!

(6) Hochgeladen am 10.07.08 — Die beste Band der Welt in Nürnberg: Hier schildere ich meine Erlebnisse vom Ärzte-Konzert.

Der lange Weg zum blauen Himmel

Gestern war der Tag da, auf den ich mich schonn sehr gefreut habe. An meiner Tür hängt noch ein Blatt, auf dem ich die Tage runter gezählt habe, bis es began: das Jazzfäst der besten Band der Welt. Nach der Arbeit traf ich mich mit meinem Bruder, wir aßen noch schnell etwas und fuhren dann mit der U- bzw. S-Bahn zur Arena Nürnberger Versicherung. Vor dem Eingangsbereich konnte man sich mit T-Shirts zum Auftritt ausstatten, wenn man wollte. Dann ging’s durch die Security, die uns netterweise alle Getränkeflaschen mit reinnehmen lies, allerdings von jeder den Verschluss aufdrehte, sodass man sie nicht mehr im Rucksack verstauen konnte. Naja, dann hieß es warten, bis um kurz vor 20 Uhr die Vorband „Blowfly“ die Bühne betrat und ihre Lieder spielte. Es bot sich ein skurriler Anblick, denn der Sänger hatte eine Art Superhelden-Kostüm an und eine Maske auf. Außerdem schrie eine halbnackte Dame in ihr Mikrofon, was diesen Auftritt aber auch nicht besser machte. Vor allem die kratzige Stimme nervte mich sehr und es flog auch mal ein Becher auf die Bühne. Das Beste an ihrem Auftritt war noch, dass sie zeitweise von Rodrigo und Bela musikalisch unterstützt wurden. Nach einer guten halben Stunde waren „Blowfly“ fertig und endlich konnte man sich von dem Auftritt erholen. Aber eigentlich ein genialer Schachzug von den Ärzten: Wenn einen die Vorband so gar nicht gefällt, findet man die Lieder der Ärzte gleich noch mal so gut. Was folgte, wissen die Meisten eh schon: ein schwarzer Vorhand mit der Aufschrift „Achtung Jazz!“ wurde hochgezogen. Dann kletterten drei Lichttechniker eine kleine Leiter hinauf, um ihre Positionen einzunehmen (der Zweite war der Coolste). Nun musste man sich noch etwas gedulden. Einige Fans stimmten Sprechchöre an: „Wir wolln die Ärzte sehn, wir wolln die Ärzte sehn, wir wolln, wir wolln, wir wolln die Ärzte sehn!“ Natürlich blieben die Rufe nicht ungehört, denn um kurz vor 21 Uhr hörte man die Ärzte (immer noch hinter dem Vorhang), sie spielten die ersten Töne von „Himmelblau“. Die Fans schrien und klatschten und endlich setzte Farins Gesang ein. Bald entlud sich die Anspannung darin, dass der Vorhang viel, Bela, Farin und Rod standen auf der Bühne und die Masse war nicht mehr zu halten.

Die Mischung macht‘s

Die Liederauswahl war für meinen Geschmack gut gewählt. Selbstverständlich war „Himmelblau“ nicht das einzige Lied von „Jazz ist anders“, die Ärzte spielten auch „Junge“, „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend“ und zum Glück auch „Lasse redn“. Bei „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend“ sollte das Publikum mitsingen. Nach „Pflegeleicht“ sangen die Frauen „Klingeling“, die Männer daraufhin „Hallo“ und dann wieder die Frauen „Hier ist Mutti“. Ein großer Spaß! „Lasse redn“ war mein Highlight, hier hat das Publikum richtig Gas gegeben: alle Hände waren in der Luft. Auch eine schöne Aktion: Als bei „Radio brennt“ die Textzeile „Sie spielten gerade dein Lieblingslied“ kam, spielten die Ärzte „Jag älskar Sverige!“ in einer Reggae-Version. Aber es waren auch echte Raritäten dabei, so wie „Rettet die Wale“ oder „Das ist Rock ‘n‘ Roll“, von dem ich den Text leider nicht kannte. Bei „Unrockbar“ haben sich alle hingesetzt und erst als die Ärzte „unrockbar“ gesungen haben, sind alle wieder aufgesprungen. Natürlich gab’s auch eine La Ola und bei ruhigeren Liedern wie „1/2 Lovesong“ haben einige Leute die Halle mit ihrem Feuerzeug erleuchtet – einfach eine tolle Stimmung. Auf der Bühne gab es recht viel zu gucken, zu jedem Lied gab es eine andere Beleuchtung und auf großen Displays sah man zu vielen Liedern Animationen. Dafür kann ich mich an keine Verkleidung der drei Herren entsinnen – schade. Wie es sich gehört kamen wir auch in den Genuss von „Schundersong“ („Oh, oh, oh, Arschloch!“), „Zu spät“ („Warum, warum, warum, warum? Darum, darum, darum, darum! Wieso, wieso, wieso, wieso? Deshalb, deshalb, deshalb, deshalb!“) oder „Manchmal haben Frauen“. Was noch? „Der Graf“, „Anti-Zombie“ und „Geisterhaus“ zum Beispiel, wobei ich die beiden letzt-genannten live nicht so toll fand.

Von Nordic Walking und fehlender Flüssigkeit

Die Ärzte haben richtig lange gespielt: von 21 bis kurz vor 24 Uhr. Natürlich mit mehreren, kurzen Pausen. Wenn Farin und Rod die Plätze auf der Bühne getauscht haben, dann zelebrierten sie das: Sie gingen nicht einfach von links nach rechts, sondern sie schritten mit Nordic Walking-Stöcken zu ihren Plätzen. Da wir wegen der Security keine Getränke mehr hatten, wurde der letzte Teil des Konzerts zunehmend anstrengender. Ich muss den Hut vor den Ärzten ziehen, weil sie so lange spielen, aber zunehmend fehlte mir die Kraft zum Klatschen, Singen und Springen. Um Viertel vor 12 haben mein Bruder und ich uns zum Ausgang aufgemacht. Bei der S-Bahn-Station angekommen fuhr uns der Zug gerade vor der Nase weg. Da wir nun noch eine halbe Stunde Zeit hatten, wollte ich zu Burger King, um nach drei Stunden ohne Flüssigkeit und erschöpft durch körperliche Verausgabung endlich ein heiß ersehntes Getränk zu mir zu nehmen. Doch was muss ich feststellen, der Burger King hat vor fünf Minuten dicht gemacht – Mist! Zum Glück erspähte ich einen Ärzte-Fan, der eine Sprite-Flasche in der Hand hielt. Flehend bat ich ihn um einen Schluck seines kostbaren Gutes – und er war so nett, mich etwas trinken zu lassen. Falls der edle Spender diese Zeilen liest, nochmals herzlichen Dank! Danach warteten wir auf die S-Bahn, die uns sicher zum Nürnberger Hauptbahnhof brachte. Von hier ging es mit der U-Bahn nach Hause. Erschöpft und glücklich bin ich eingeschlafen. Es war ein schönes Konzert: Bela, Farin und Rod hatten gute Laune – und damit waren sie nicht die einzigen.

(5) Hochgeladen am 12.03.08 — Half-Life 2: Episode One: Gordon Freeman ist zurück. Nachdem Entwickler Valve zum Schluss von Half-Life 2 scheinbar einfach auf die Pause-Taste gedrückt hat, flüchten Sie in der ersten von drei Episoden aus City 17.

Half-Life 2 ist ein Spiel, vollgestopft mit interessanten Physik-Spielereien, packenden Kämpfen und hat reihenweise Höchstwertungen bekommen. Allerdings kamen Sie nur in den Genuss des Spiels, wenn Sie Valves Online-Vertriebsplattform Steam nutzen, für die Sie zwingend eine Internet-Verbindung benötigen. Das hat sich auch mit Episode One nicht geändert.

Ein Knall steht kurz bevor, weil in der Zitadelle der Combine ein Reaktor brummt. Ihre Aufgabe ist nun, nicht etwa zu flüchten, sondern in die Höhle des Löwen zurückzukehren um das Unheil abzuwenden. Dabei werden Sie von der charmanten Alyx unterstützt. Sie kommentiert ihr Handeln, macht Witze, gibt aber auch tatkräftige Feuerunterstützung, etwa, wenn Sie mit der Gravity-Gun Holzverschläge vor Fenstern entfernen, damit Alyx ihnen mit dem Scharfschützengewehr die Feinde vom Leib hält. Die Entwickler haben besonders die Gesichts-Animationen überarbeitet, um Alyx‘ Emotionen noch mehr Ausdruck zu verleihen. Ich meine: Operation gelungen.

Weitgehend kennen Spieler von Half-Life 2 die Gegner. Ein Neuzugang ist der „Zombine“, eine Mischung aus Zombie und Combine, der die ungesunde Angewohnheit pflegt, mit einer Granate auf Sie zuzustürmen. Episode 1 setzt auf bewährte Zutaten, hätte aber durchaus mehr echte Neuerungen vertragen können. Die erste von drei geplanten Episoden haben Sie in sechs Stunden durchgespielt und kostet heute nur noch zehn Euro (Tipp: Oder kaufen Sie doch gleich die Orange Box mit Half-Life 2, Episode One und Two, Team Fortress 2 und Portal für nur 30 €).

(4) Hochgeladen am 10.06.07 — Das war Rock im Park: Hier schildere ich meine Erlebnisse Rund um das Festival Wochenende auf Rock im Park in Nürnberg. You rock!

Nun ist es vorbei, das Festival-Wochenende. Zum ersten Mal war ich bei Rock im Park dabei und es hat sich gelohnt. Schon am Freitag traf ich im Bus nach Nürnberg einen Gleichgesinnten, sodass wir uns über RiP austauschen konnten. Als ich dann am Gelände ankam, vorbei an parkenden Autos und vielen Zelten mit Fahnen, Musik, lauter Bierflaschen etc. hieß es erstmal anstehen für das Bändchen, denn nur damit kommt man auf das Gelände. Aber auch wenn die Schlange nicht ganz ohne war, ich bin recht zügig vorangekommen. Nachdem ich mein Band um den linken Arm bekommen habe, ging es zu einem Security-Mann, der mich auf verbotene Gegenstände durchsuchte – ha, nix gefunden, ätsch ;) .

Der Grund, warum ich am Freitag dort war, hörte auf den Namen: die ärzte. Sie spielten so gegen 21.15 Uhr. Davor gab es noch zwei kleine, aber ergiebige Schauer. Beim ersten stand ich bei der Club Stage unter. Beim zweiten stand ich auf freiem Feld vor der Centerstage – ohne Schirm, weil ich mir gedacht habe, dass ich einen Schirm beim Konzert nun wirklich nicht benutzen würde – egal, ob es da regnet. Das sehe ich jetzt auch noch so, nur für die Zeit VOR dem Auftritt wäre so ein Ding gar nicht verkehrt gewesen. Nachdem sich meine Laune durch die plötzliche Nässe doch etwas abgesenkt hatte, war das sofort wieder vergessen, als endlich die ärzte anfingen, zu spielen. Die Liedauswahl war ähnlich der auf ihrer Unrockstartour 2004, also sowohl Klassiker wie „Schrei nach Liebe“ als auch „Unrockbar“ oder „Dinge von denen“. Zweimal haben sich die Herren bitten lassen, um noch mal auf die Bühne zu kommen. Neben der Verkleidung von Farin als Bischof und Bela als Nonne gaben sie bekannt, dass ihr neues Album im Herbst erscheinen soll und dass sie außerdem wieder auf Tour gehen wollen, yeah! Ein kleiner Wehrmutstropfen an diesem Abend war aber, dass sie nicht „Zu spät“ gespielt haben, weil es wohl tatsächlich schon zu spät war, aber ansonsten ein geiler Auftritt mit toller Stimmung – sie sind eben die beste Band der Welt.

Am Samstag bin ich erst später zu RiP gefahren, damit ich nicht ganz so lange auf Linkin Park warten musste. Als es am Nachmittag auch noch kräftig geregnet hatte, war ich nicht vergrämt, dass ich es an diesem Tag nicht sooo eilig hatte. Am Freitag habe ich das Gelände ein wenig „erkundet“ und mir alle drei Bühnen angeschaut, aber am Samstag drehte sich bei mir alles um die Centerstage. Nachdem Muse live gespielt hatten – was wirklich nicht schlecht war – waren die Headliner dran: Linkin Park. Auf meinem Plan stand 21.20 Uhr. Ich hab mich so gegen 21 Uhr von meinem Handtuch erhoben, um mir einen günstigen Platz in der Menge zu sichern. Nicht ganz vorne, da wird mir zu viel gepogt, und nicht so weit hinten, ich will ja auch was sehen. Linkin Park hat sich leider ziemlich viel Zeit gelassen, sodass sie erst kurz vor 22 Uhr ENDLICH auf die Bühne kamen. Aber dann ging es auch schon los. Neben „must haves“ wie „Crawling“ spielten sich auch von ihrem neuen Album „Minutes to Midnight“ drei oder vier Songs (darunter „The Little Things Give You Away“ und natürlich „What I’ve Done“). Man, das war eine tolle Stimmung. Zwischendurch gab es vielleicht zwei oder drei Lieder, bei denen man wieder etwas durchschnaufen konnte, um sich beim nächsten Lied die Seele aus dem Leib zu schreien und wie wild in die Luft zu springen. Also: Linkin Park sind live schon eine echte Granate, Respekt! Im Vergleich zu den ärzten haben sie nicht so lang gespielt, aber dafür voller Energie!

Nach den beiden Tagen hatte ich alles gesehen, was ich unbedingt sehen wollte. Trotzdem lasse ich die Chance nicht ungenutzt und bin noch mal zum Gelände gefahren. Von Tag zu Tag hatte ich das Gefühl, dass sich immer mehr Menschen durch die Wege zwischen den verschiedenen Stages schoben. Und da gab es reichlich Buden, an denen man sein Geld ausgeben konnte. Neben Verpflegung in Form von Pommes, Burgern, Hot Dogs, Pizzen, Nudeln, Crepes usw. konnte man sich mit Fan-Artikeln rund um RiP eindecken: T-Shirts, Plakate, Schlüsselanhänger und der gleichen mehr. Schön mit anzusehen war übrigens der Kran, von dem einige Leute Bungie Jumping praktiziert haben, lautes Gekreische inklusive. Interessant außerdem, wie es nach drei Tagen Camping auf den Grünflächen um den Dutzendteich aussah. Überall lag Müll herum, zersplitterte Glasscherben und Menschen, die einfach fertig mit der Welt waren. Egal, an diesem Tag habe ich noch ein bisschen was von den Beatsteaks gesehen, die live auf jeden Fall ziemlich gut waren, weil sie auch spontan Lieder anderer Künstler angespielt haben und weil der Frontmann einfach ein totales Energiebündel war – da kam Stimmung auf. Dann hieß es für mich, ein letztes Mal den Rückweg auf sich nehmen, denn dann ist sie vorbei, die große Rock im Park-Party. Für mich hat es sich gelohnt und ich freue mich, dass ich mit dabei war. Jetzt heißt es langsam aber sicher wieder: Zurück in den Alltag.

Bilder zum Artikel:

(A) Nach dem Auftritt von die ärzte (Fr, 01.07.07): http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/06/rip_1.jpg

(B) Nach dem Auftritt von Linkin Park (Sa, 02.07.07): http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/06/rip_2.jpg

(C) Tag 1 (Fr, 01.07.07): http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/06/rip07_tag1fr.jpg

(D) Tag 2 (Sa, 02.07.07): http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/06/rip07_tag2sa.jpg

(E) Tag 3 (So, 03.07.07): http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/06/rip_tag3so.jpg

(3) Hochgeladen am 25.03.07 – Was unter der Haube des aktuellen Need for Speed-Teils Carbon steckt? Nun, lesen Sie selbst!

Need for Speed Carbon: Nur etwa ein Jahr nach der Veröffentlichung von Need for Speed Most Wanted erscheint der Nachfolger Carbon. Steigen nun alle Spieler von Most Wanted auf Carbon um? Ich denke nicht.

Dass die Entwickler uns nach einem Jahr keine Revolution auf vier Rädern präsentieren können, war im Nachhinein klar. Man merkt Carbon nämlich an vielen Stellen an, das es im Grunde auf Most Wanted aufbaut. Auf den ersten Blick fällt das aber gar nicht auf, denn die Rennen in Carbon finden ausschließlich nachts statt (und nicht tagsüber wie noch in Most Wanted). Es gibt aber auch einige, wenige Neuerungen: Crewmitglieder, die Sie bei Rennen und während der Karriere unterstützen. Oder die Autosculpt-Funktion, die es dem Spieler erlaubt, Teile an der Karosserie des Wagens in Form und Größe zu verändern.

Sie Beginnen als Neuling in Palmont City. Die Stadt gliedert sich in vier große Stadtgebiete. Sie gewinnen Events, wie einfache Rennen, Driftevents oder Zeitrennen, um letztlich den Bossgegner eines Stadtgebietes herauszufordern. Erst fahren Sie in der Stadt ein Rennen. Schließen Sie das erfolgreich ab, geht es ab in den Canyon. Das Canyon-Rennen teilt sich in zwei Teile auf. Im ersten verfolgen Sie den Gegner und bleiben ihm dabei möglichst dich auf den Versen. Im zweiten Teil dreht das Programm den Spieß um, Sie werden gejagt. Das Interessante an den Canyon-Rennen: Sie sind gefährlich. Es gibt immer wieder Stellen, an denen Sie mit ihren Wagen durch die Leitplanke brechen können. Dass Sie im Fall der Fälle das Rennen verloren haben, ist selbsterklärend. Dann heißt es: Von vorne beginnen. Doch haben Sie den Boss endlich besiegt, winken Belohnungen und Sie können sich daran machen, ein weiteres Gebiet zu erobern.

Zwischen den Rennen haben die Entwickler ab und an Zwischensequenzen mit echten Schauspielern eingestreut. Die sind nett gemacht, aber eine komplexe Geschichte oder interessante Charaktere tauchen darin nicht auf. Das Aufmotzen Ihres Wagens wurde (durch die Autosculpt-Funktion) für Carbon noch ein bisschen erweitert. Wer mag, verbringt mit der optischen Anpassung eine Menge Zeit. Sie können Vinyls anbringen, den Wagen tiefer legen, Spoiler anbringen, die Scheiben tönen usw. Aber nur, wenn Sie die entsprechenden Teile während der Karriere freigeschaltet haben.

Das Fahren an sich macht zu Beginn viel Spaß. Mit der Zeit wiederholen sich aber die Strecken. Auch fallen ab und zu kleine KI-Aussetzer auf, sowohl bei den anderen Fahrern als auch bei ihren Crewmitgliedern. Nach manchem Rennen müssen Sie übrigens vor der Polizei flüchten. Nach dem fünften Mal wird das aber immer mehr zur Pflichtaufgabe als zum echten Nervenkitzel.

Fazit:
Need for Speed Carbon ist ein gutes Rennspiel geworden. Warum es nicht für einen Spitzentitel reicht? Nun, wenige Neuerungen stehen vielem Altbekanntem gegenüber. Besitzen Sie Most Wanted, kann ich daher keine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Need for Speed-Fans werden ihren Spaß haben, nur sollten Sie nicht mit einem neuen Spielerlebnis rechnen. Insgesamt etwas enttäuschend.

(2) Hochgeladen am 27.02.07 – Der zweite Artikel beleuchtet die Hintergründe, warum Max Payne für mich zum Spiel der Spiele wurde. In diesem Jahr wird das Spiel sechs Jahre alt. Ob es heute etwas von seiner Faszination verloren hat, lesen Sie hier.

Max Payne. Das ist der Name eines Protagonisten, gleichzeitig auch ein Spiel. 2001 ist es für den PC erschienen. Wenn man mich heute nach dem einen Lieblingsspiel fragt, werde ich immer die gleiche Antwort geben: Max Payne. Und mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wird sich daran in diesem Leben auch nichts ändern.

Doch heute, nachdem ich dieses Spiel als auch den Nachfolger mehrmals durchgespielt habe, will ich der Sache auf den Grund gehen. Was fasziniert mich so sehr an diesem Spiel. Warum ist es so wichtig für mich geworden? Um diese Fragen zu klären, habe ich eine kleine Zeitreise gemacht und das Spiel noch einmal angespielt. Lesen Sie hier, was mich an Max Payne seit jeher so fasziniert:

Max Payne ist eine Identifikationsfigur. Der Spieler versteht sein Handeln. Bevor ein paar Einbrecher, die durch eine neuartige Droge namens Valkyr high waren, seine Familie sinnlos ermordet haben, war alles in Ordnung. Doch nun zählt für Max nur noch eines: Den Verantwortlichen zu finden, der hinter Valkyr steckt, und ihn zur Strecke zu bringen.

Als das Spiel erschien, konnte man die Grafik getrost als neue Referenz betrachten. Detaillierte Texturen, stimmige Umgebungen – und das alles auch ohne Monsterhardware. Und ja, selbst heute sieht das Spiel noch lange nicht schlecht aus.

Solch intensive Schusswechsel gab es zuvor noch nicht. Dank neuartiger „Bullet Time“ verlangsamt der Spieler auf Knopfdruck die Zeit. Dann fällt das Zielen leichter, weil sich die Gegner langsamer bewegen. Sogar einzelne Projektile sind sichtbar. Markenzeichen von Max Payne ist seitdem: der Hechtsprung. Sieht spektakulär aus und macht viel Spaß.

Die Atmosphäre von Max Payne ist auch heute noch eine Wucht. Dazu tragen nicht nur die glaubwürdigen Levels bei. Besonders die Stimme von Max ist markant und wirklich gut gelungen. Sie kommt vor allem in den stilvollen Comicsequenzen zum Einsatz, die den Verlauf der tragischen Geschichte erzählen.

Die Hintergrundmusik ist getragen, düster und passt gerade deshalb so gut zum Spiel. Die Soundeffekte der Waffen sind knackig, die Sprecher professionell. Das kommt besonders der Atmosphäre zugute.

Nach Max’ herbem Schicksalsschlag will man einfach wissen, was mit ihm passiert. Die Geschichte entwickelt sich spannend, da Max einen gefährlichen Undercover-Auftrag annimmt. Immer tiefer dringt er in den New Yorker Sumpf aus Verbrechen und Brutalität vor. Wird er herausfinden, wer hinter der Droge steckt? Man fiebert mit ihm mit.

Der Detailgrad der Levels ist sehr hoch. Nicht nur, dass die Einrichtung zusammenpasst. Sie können an einigen Knöpfen drehen, auch Scheiben zersplittern unter Beschuss. Drücken Sie die Benutzen-Taste bei einem Getränkeautomat, fällt im nächsten Moment eine Dose auf den Boden. Ach ja, und wenn zufällig ein Klavier oder Schlagzeug in der Nähe ist, zeigt er Ihnen sein musikalisches Talent.

Obwohl man es auf den ersten Blick nicht erkennt: In Max Payne steckt eine ganze Menge (sarkastischer) Humor. Kostprobe gefällig? Max nimmt ein Telefongespräch entgegen, nachdem er einige Bankräuber erledigt hat. Jim Bravura: „This is deputy chief Jim Bravura from the NYPD. You are to cease your criminal activities and surrender immediately.“ Max antwortet: „Sure thing, Jim. Me and the boys been talking, and everyone’s real sorry. They’ll never do it again. Ein weiteres Beispiel: Wenn Sie während einer Fahrstuhlfahrt auf den Lautsprecher schießen, aus dem die immer gleiche, langweilige Musik schallt, kommentiert Max das mit einem trockenen „Thank you“.

All diese Dinge machen Max Payne für mich zu einem ganz besonderen Spiel. Trotzdem: kein Spiel ist perfekt. Gerade im Zusammenhang mit Max Payne fällt mir es schwer, das zu schreiben. Es gibt nämlich auch hier ein paar Kritikpunkte: Die Spielzeit ist relativ kurz, das Spiel ist streng linear und die Levels halten keine ganz großen Überraschungen parat. Mehr Kritikpunkte sind mir nicht aufgefallen. Somit ist Max Payne auch heute noch ein mitreißendes Spiel, dass ich ohne wenn und aber empfehlen würde, wäre es nicht indiziert. Denn es gibt nicht viele Titel, die es schaffen, optisch opulent zu sein, eine mitreißende Geschichte zu erzählen und dann noch einen Protagonisten hervorbringen, den es so kein zweites Mal gibt. Auch nach fast sechs Jahren bleibt mir dazu nur noch das zu sagen: Respekt!

Bilder zum Artikel:

(A) http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/02/maxpayne1.JPG

(B) http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/02/maxpayne1-2.JPG

(C) http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/02/max-payne-bild.JPG

(D) http://kanonenfutta.files.wordpress.com/2007/02/max-payne-laptop.JPG

(1) Hochgeladen am 24.02.07 – Command & Conquer – Die ersten 10 Jahre: Den Anfang macht die Sammlung aller bisher erschienenen Command & Conquer-Spielen. Da schon im März der nächste Teil, nämlich Command & Conquer 3: Tiberium Wars, in den Handel kommt, können Sie hier noch einmal einen Blick auf die ehrwürdigen Vorgänger werfen.

Command & Conquer – Die ersten 10 Jahre

Kennen Sie die Command & Conquer-Reihe? Können Sie etwas mit den Begriffen Tiberium, Kane, Orca, Mammut oder Obelisk des Lichtes anfangen? Wenn Sie ein langjähriger, begeisterter Strategiespieler sind, dann werden Sie diese Frage wohl mit einem lockeren „Na klar!“ beantworten. Das ist ja auch kein Wunder, denn C&C wird mittlerweile 10 Jahre alt. Dieses Jubiläum nimmt sich Electronic Arts zum Anlass, alle bisher erschienen Teile der Strategie-Serie in der Box Command & Conquer – Die ersten 10 Jahre zu vereinigen. Wem C&C bisher noch kein Begriff ist, der hat hiermit die Gelegenheit, 12 Spiele zum Preis von einem zu erwerben. An dieser Stelle sei erwähnt, dass aufgrund des Alters der ersten Teile der C&C-Serie grafikverwöhnte Spieler abgeschreckt werden könnten, wenn Sie dem Charme, den die 2D-Schlachtfelder versprühen, nicht erliegen. Spieler, für welche Grafik nicht die oberste Maxime ist oder für solche, die einfach Ihre alten Erinnerungen an C&C auffrischen wollen, die dürften großen Gefallen an dieser Sammlung finden. Für alle anderen bietet (das aktuelle Universum) C&C Generäle auch heute noch sehenswerte Grafik, die mit bombastischen Explosionen und detaillierten Texturen aufwarten kann. Besonders durch das schnelle und actionreiche Gameplay ist es auch heute noch als Mehrspielerspiel sehr beliebt. Alle, die davon nicht genug bekommen können, wird es freuen, dass natürlich auch das Addon Die Stunde Null auf der DVD vorhanden ist. Außerdem befindet sich in der Hülle eine weitere DVD, auf welcher sich etwa 30 Minuten Videomaterial rund um C&C befinden. Dort kommt unter anderem Louis Castle, einer der Mitbegründer der damaligen Westwood-Studios, zu Wort und zeigt die Entwicklung der Serie auf. Ansonsten befindet sich, bis auf ein kleines Poster, nichts in der Verpackung, was sehr schade ist. Übrigens: wer wirklich alle C&C-Titel samt Addons installieren will, der sollte vorher dafür gesorgt haben, dass er auf seiner Festplatte „ein bisschen“ Platz frei hat, denn das ganze schlägt mit mehr als neun Gigabyte zu Buche, man kann natürlich auch nur einzelne Titel der C&C-Reihe von der DVD installieren.

Wie bei vielen anderen, klassischen Strategie-Titeln, bauen Sie in den C&C-Teilen am Anfang eine Basis auf. Meist beginnt eine Mission mit dem MBF, dem „Mobilen Baufahrzeug“. Nachdem Sie für Strom gesorgt haben, scheffeln Sie mit einer Tiberium- bzw. Erzraffinerie Geld, um eine Kaserne bzw. Fahrzeugfabrik und weitere Gebäude (wie z.B. ein Technologiezentrum) zu errichten. Zum Schutz Ihrer Basis stehen dann auch noch einige Verteidigungsanlagen, wie z.B. die altbekannte Teslaspule oder der Prismaturm (aus „Alarmstufe Rot 2″) zur Verfügung. Nachdem Sie ihre Basis zu Ihrer Zufriedenheit errichtet haben, geht es an die Einheitenproduktion in Form von Infanterie und Fahrzeugen, aber auch Flugeinheiten. Im Alarmstufe-Rot Universum können Sie außerdem den Kampf zwischen Alliierten und Sowejts auf das kühle Nass ausweiten. Ziel ist es meist, die gegnerische Basis von der Karte zu fegen. Je nachdem, welche Partei Sie spielen (GDI oder NOD im Tiberium-Universum, Alliierte oder Sowjets im Alarmstufe-Rot-Universum oder USA, GBA bzw. China im Generäle-Universum), variieren Gebäude- und Einheitentypen. C&C Generäle bringt dabei viele Neuerungen mit sich. Exemplarisch seien schicke 3D-Grafik, drei anstelle von zwei Parteien und ein neues Rohstoffsystem genannt. Beim aktuellen C&C-Teil gibt es außerdem größere Unterschiede zwischen den drei Parteien als noch in den früheren Spielen, wobei diese trotzdem sehr gut ausbalanciert sind. Bis auf den Generäle-Ableger trumpfen alle Teile mit sehenswerten Zwischensequenzen auf, die (bis auf C&C Renegade) mit menschlichen Darstellern gedreht wurden.

Erwähnenswert ist C&C Renegade außerdem, da Sie erstmals das C&C-Universum aus der Ego-Perspektive erkunden können, es handelt sich hierbei also um einen Ego-Shooter und nicht um ein Strategiespiel. C&C Renegade ist, gerade für heutige Verhältnisse, hoffnungslos veraltet und die KI scheint kaum vorhanden zu sein. Jedoch macht es aufgrund der im Spiel vorkommenden Fahrzeuge auch heute noch Spaß. Wie bei C&C Generäle bereitet aber auch C&C Renegade besonders im Mehrspielermodus Freude. Jede Partei (GDI bzw. NOD) beginnt mit einer funktionstüchtigen Basis, welche es zu beschützen gilt. Wenn es Ihrem Team z.B. gelingt, die Fahrzeugfabrik des Gegners zu zerstören, können diese keine neuen Fahrzeuge mehr anfordern. Für erledigte Gegner und zerstörte Gebäude bekommen Sie Geld gutgeschrieben, das Sie für bessere Waffen und auch für Fahrzeuge ausgeben können. Das motiviert!

Fazit:
Wer nur an dem aktuellen C&C-Titel interessiert ist, sollte sich diese Box nicht zulegen, da es diesen schon für 10 € (ohne Addon) zu kaufen gibt. Wer allerdings von C&C noch gar nichts gehört hat und für wen Grafik nicht alles ist, der bekommt hier ein Paket, mit dem er sich wochenlang beschäftigen kann. Für alte Strategie-Hasen sei außerdem erwähnt, dass man mit ein paar Kniffen das erste Command & Conquer auch gegen menschliche Gegner zum Laufen bringen kann. Diejenigen, die schon einige der C&C-Titel ihr Eigen nennen, sollten sich den Kauf der Box aber noch mal überlegen, da sich bis auf die Bonus-DVD kaum Interessantes finden lässt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist gut, da aber gerade die ersten Titel schon viele Jahre auf dem Buckel haben, aber nicht überragend.

3 Antworten zu „Erste Schritte“

  1. vh sagt:

    jeah!
    es stellt sich eine frage, womit soll es weitergehen, wenn im ersten artikel c&c verheizt wird? nach kurzen überlegungen kann es nur eine logische antwort geben. sc. der – vielleicht – würdige nachfolger von ta.
    aber zurück zum artikel. kann mir jemand verraten wieso ich jetzt gerade wieder bock hab ein paar nods zu verhauen? den eins ist jawohl klar, gdi aka die allianz sind die besten. da geht nix dran vorbei, wenn auch deren wahrer nachfolger die chinesen sind. ich schwelge in erinnerungen und schuld sind diese paar zeilen, nur gut, dass ich die spiele nicht hier habe …

  2. Felix sagt:

    Dazu fällt mir nur das hier ein:

    „You can’t kill the messiah“ — Kane

  3. Sesso sagt:

    Great site.

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