Die Happy beim Uni Festival 2009 in Siegen

Juli 4, 2009
Die Happy beim Siegener Uni Festival

Die Happy beim Siegener Uni Festival

Gestern fand in Siegen ein kleines, aber feines Festival statt. Da ich mir die Stadt sowieso anschauen wollte, habe ich meinen Abstecher nach Siegen so gelegt, dass ich auch das Uni Festival besuchen konnte.

Der Weg ist das Ziel

Am Vormittag war es ziemlich schwül, in der Mittagszeit zogen dann allerdings Wolken auf. Hoffentlich regnet es nicht beim Festival, dachte ich mir. Vom Bahnhof fuhr ich mit einem Bus zum Universitätsgelände auf dem Haardter Berg. Da ich bereits am Tag zuvor bei der Uni war, wusste ich, wo sich das Festival-Gelände befindet. Gegen 17 Uhr wurde man hereingelassen. Gewundert habe ich mich über die Einlass-Kontrolle, denn die Sicherheitsleute haben nicht nachgeschaut, was in meinen Taschen ist. Naja, mir soll’s recht sein. Nach einem kleinen Imbiss ging’s auf zur Bühne. Man könnte das Festival als „Mini-Rock im Park“ bezeichnen, was ja nicht bedeutet, dass es kein guter Abend wird. Bevor die erste Band ihren Auftritt hatte, regnete es natürlich noch ein bisschen. Danach blieb das Wetter glücklicherweise stabil.

Steigerungsfähig

Play The Gallery (1)

Play The Gallery (1)

Play The Gallery (2)

Play The Gallery (2)

Play The Gallery (3)

Play The Gallery (3)

Die erste Band des Abends stand nicht von vornherein fest, sie hat sich in einem Contest durchgesetzt. Es spielte Play The Gallery, eine Band direkt aus Siegen. Es standen zwar nur wenige Leute vor der Bühne, trotzdem war ich positiv überrascht, denn Play The Gallery machte nicht nur einen sympathischen Eindruck, auch ihre Lieder waren interessant. Die Sängerin stand kaum länger als drei Sekunden auf einer Stelle, sondern war fast immer in Bewegung.

Luxuslärm (1)

Luxuslärm (1)

Luxuslärm (2)

Luxuslärm (2)

Luxuslärm (3)

Luxuslärm (3)

Nach der Umbaupause war die Zeit reif für ein bisschen Luxuslärm. Auch diese Band habe ich live noch nicht gesehen, lediglich ihre Single „1000 Km Bis zum Meer“ habe ich schon ab und zu im Radio gehört.

Jedenfalls wurde es voller auf der Wiese und schon das zweite oder dritte Lied war „1000 Km Bis zum Meer“. Play The Gallery hat mir schon gut gefallen, aber Luxuslärm hat mindestens noch eine Schippe draufgelegt. Mit jedem gespielten Lied taute das Publikum ein Stückchen weiter auf.

Luxuslärm (4)

Luxuslärm (4)

Luxuslärm (5)

Luxuslärm (5)

Luxuslärm (6)

Luxuslärm (6)

Luxuslärm (7)

Luxuslärm (7)

Luxuslärm_8

Luxuslärm (8)

Gegen Ende des etwa einstündigen Auftritts wurde nicht nur ein Stück von Rage Against The Machine gecovert, „1000 Km Bis zum Meer“ wurde noch einmal gespielt. Nun war sichergestellt, dass jeder das Lied mindestens einmal gehört hatte und das Publikum sang jetzt noch lauter und sprang in die Luft, kurzum: die Stimmung war richtig gut!

Im Freudentaumel

Die Happy (1)

Die Happy (1)

Die Happy (2)

Die Happy (2)

Die Happy (3)

Die Happy (3)

Die Happy (4)

Die Happy (4)

Die Happy (5)

Die Happy (5)

Luxuslärm hat mir richtig gut gefallen, können Die Happy das noch toppen, fragte ich mich. Ich fragte mich das genau so lange, bis Ralph, Thorsten, Jürgen und zum Schluss Marta auf die Bühne kam, allesamt gut gelaunt, und endlich losrockten. Und schon sprangen die Leute in die Luft, voller Freude, Die Happy zu sehen. Mein Eindrück war, dass sie an diesem Abend richtig Bock hatten, in Siegen aufzutreten. Neben bekannten Liedern gab’s für mich auch eine Premiere: der neue Song „Rebel In You“, der ziemlich abgeht. Ich denke, dass ist so ein Lied, dass nur live sein ganzes Potential entfaltet.

Das neue „Most Wanted“-Album, auf dem sich auch „Rebel In You“ befindet, erscheint übrigens am 17. Juli. Nachdem sich Die Happy eine klitzekleine Pause gönnten, spielten sie auch einen Song von Skunk Anansie. Wie so oft war es ein sehr schönes Konzert.

Die Happy (6)

Die Happy (6)

Die Happy (7)

Die Happy (7)

Die Happy (8)

Die Happy (8)

Die Happy (9)

Die Happy (9)

Die Happy (10)

Die Happy (10)

Die Happy (11)

Die Happy (11)

Ende in Sicht

Das Uni Festival 2009 hinterlässt bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Mit knapp elf Euro war der Eintrittspreis ein Schnäppchen, der Sound war gut und nicht nur Die Happy haben Siegen erwartungsgemäß gerockt, auch die Vorbands hatten ihren Anteil daran.

Gruß,

Felix


Die Happy-Double-Feature: Teil 2 in München (Freiheiz)

April 4, 2009

Marta regelt die Lautstärke des Publikums

Marta regelt die Lautstärke des Publikums

Zum Glück war das kein Aprilscherz. Die Happy sind auf Unplugged-Tour und ich durfte die Konzerte in Aschaffenburg (1. April) und in München (2. April) erleben. In Teil 2 erzähle ich vom Konzert in München.

In München habe ich mich mit einer guten Freundin getroffen. Am Abend sind wir zum Veranstaltungsort des Konzerts, der Freiheiz, gefahren. Es sind zwar schon einige Leute da, aber vor der Bühne ist trotzdem noch Platz. Wir stehen rechts vor der Bühne. Wie gestern in Aschaffenburg beginnt Jake Roeder gegen 20 Uhr.

Thorsten Mewes und Patrick Wieland

Thorsten Mewes und Patrick Wieland

Als Die Happy knapp eine Stunde später die Bühne betreten, stehe ich vor Patrick. Der Abend verlief ähnlich wie in Aschaffenburg, aber das Publikum in München ging noch ein bisschen mehr ab.

Rap-Einlage gefällig?

Rap-Einlage gefällig?

Als Überraschung gab es eine kleine Rap-Einlage (der Name des Künstlers ist leider nicht hängen geblieben). Da die Stimmung so gut war, hat Marta ein kleines Spiel gespielt. Sie hat die Lautstärke des Publikums mit der Hand dargestellt – je höher sie zeigte, desto lauter sang das Publikum.

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Marta zeigte also immer höher und das Publikum wurde immer noch ein bisschen lauter. Daher stieg Marta dann sogar auf ihren Stuhl, was die Menge zu Höchstleistungen anspornte. Von Skunk Anansie haben Die Happy „Hedonism“ gespielt, was sehr zum Mitsingen einlud. Auch wurde an einer Stelle ein Teil von „Dance with somebody“ von Mando Diao eingebaut. Immer wieder wurde folgender Ausschnitt gesungen, die Stimmung war dabei spitzenmäßig:

I’m falling in love with your favorite song
I’m gonna sing it all night long
I’m gonna dance with somebody
dance with somebody
dance dance dance

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Marta (wieder ohne h)

Lutz hat auch an diesem Abend seinen Spitznamen Porno-Lutz bekommen, Taifun und Jürgen haben sich wieder einmal ein kleines „Gefecht“ geleifert. Und obwohl für mich an diesem Abend nicht alles neu war, hat es mir in München sehr gut gefallen. Die Stimmung hier war jedenfalls noch besser als in Aschaffenburg. Ach ja, der Freundin hat es übrigens auch ziemlich gut gefallen. Mit „On my way“ ging mein achtes Die Happy-Konzert zu Ende. Es war spitze!!!

Freuen wir uns auf den 5. Juni 2009, wenn die neue CD/DVD von Die Happy erscheint.

Marta Jandová

Marta Jandová

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Patrick Wieland

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Taifun

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Patrick Wieland

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Like a flower

Like a flower

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Taifun trommelt gegen Jürgen

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Ein toller Abend geht zu Ende

Ein toller Abend geht zu Ende

Jake Roeder

Jake Roeder


Die Happy-Double-Feature: Teil 1 in Aschaffenburg (Colos-Saal)

April 4, 2009

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Zum Glück war das kein Aprilscherz. Die Happy sind auf Unplugged-Tour und ich durfte die Konzerte in Aschaffenburg (1. April) und in München (2. April) erleben. In Teil 1 erzähle ich von Aschaffenburg (was schon sehr gut war), Teil 2 dreht sich um das Konzert in München (wo die Stimmung noch aufgeheizter war).

14.03 Uhr: Ich sitze im Zug von Nürnberg nach Aschaffenburg, es ist Zeit für das erste Die Happy-Konzert des Jahres. Und für mich mit einer Premiere: dieses Mal spielt die Band unplugged und mit einigen Gastmusikern.

14.35 Uhr: Nervig: Ein anderer Fahrgast beschallt mit seinem Geschnarche  die Menschen um sich herum.

14.55 Uhr: Der Schnarcher ist weg, dafür ist jetzt ein Schlaf-Simulant da. Kommt der Schaffner vorbei, geht er auf die Toilette oder seine Äugelein fallen zu. Ein Schelm, wer da Böses denkt.

15.45 Uhr: Ich gehe auf mein Hotel-Zimmer in Aschaffenburg, das mit dezentem IKEA-Charme daherkommt. Im Badezimmer ist der Boden nass.

16.15 Uhr: Bei bestem Frühlingswetter vertrete ich mir die Beine, gehe auch am Colos-Saal vorbei, wo ich zufällig einen Gastmusiker des heutigen Abends, Lutz Möller, erkenne.

18.20 Uhr: Ich mache mich auf den Weg zum Colos-Saal, dort bin ich mit einem weiteren Die Happy-Fan verabredet. Noch ist nicht viel los.

19.00 Uhr: Wir dürfen rein! Ich sichere mir einen Platz direkt in der ersten Reihe, genau in der Mitte. Besser kann es nicht laufen. Dann hole ich mir etwas zu trinken.

Jake Roeder

Jake Roeder

20.00 Uhr: Jake Roeder kommt auf die Bühne. Seine Lieder kenne ich nicht, er macht einen sympathischen Eindruck.

20.35 Uhr: Die Umbaupause beginnt. Auf der Bühne ist es recht eng. Martas Hocker steht direkt an meinem Platz.

Marta Jandová

Marta Jandová

21.00 Uhr: Es geht los! Die Band betritt die Bühne. Neben der Stammbesetzung Marta, Ralph, Thorsten und Jürgen sind als Gastmusiker Lutz Möller, Patrick Wieland und Taifun dabei. Alle haben sich schick angezogen. Die Herren im schwarzen Anzug (außer Lutz, sein Anzug ist weiß), Marta im schwarzen Kleid. Ich bin ein bisschen baff, denn so nah war ich der Band dann doch noch nie. Und ich freue mich, denn Marta gibt mir die Hand.

Marta mit ihrer Pinnwand

Marta mit ihrer Pinnwand

21.20 Uhr: Marta zeigt uns ihre Pinnwand, die für Mitbringsel von Fans gedacht ist. Wer ihr also etwas für die Pinnwand geben möchte, ist herzlich eingeladen.

Lutz Möller, besser bekannt als Porno-Lutz

Lutz Möller, besser bekannt als Porno-Lutz

21.40 Uhr: Lutz, der im weißen Anzug, wird wegen seines geschmackvollen Kleidungsstils ab sofort nur noch Porno-Lutz genannt.

Willst du meine Frau werden?

Willst du meine Frau werden?

22.00 Uhr: Während Marta „Slow Day“ singt, kommt ein Fan auf die Bühne. Erst dachte ich, dass sei Martas Duett-Partner, aber es stellte sich heraus, dass der Herr seiner Freundin jetzt einen Heiratsantrag machen will. Während die Band immer noch „Slow Day“ spielt, fragt er seine Freundin, ob sie seine Frau werden will. Sie sagt ja und beide tanzen noch auf der Bühne. Schön. Danach hält Marta nacheinander Lutz, Ralph, Jürgen, Thorsten, Taifun und Patrick das Mikrofon unter die Nase, damit jeder einmal „Slow Day“ singt.

Jürgen Stiehle

Jürgen Stiehle

22.30 Uhr: Jürgen und Taifun liefern sich ein musikalisches „Battle“. Während Taifun trommelt, was die Bongos hergeben, legt Jürgen am Schlagzeug nach.

Thorsten Mewes

Thorsten Mewes

22.40 Uhr: Thorsten erzählt, dass man im Moment auf diehappy.de für seine Lieblingslieder abstimmen kann. Die Favoriten kommen auf die nächste Die Happy-Platte.

23.10 Uhr: Der Abend neigt sich dem Ende zu. Marta stellt kurz noch mal jeden Musiker vor.

23.20 Uhr: Nachdem alle die Bühne verlassen haben, kommt die Band doch noch einmal wieder. Der Abend klingt mit „On my way“ aus.

Ende gut, alles gut

Ende gut, alles gut

Fazit: Ein wunderschöner Abend geht zu Ende. Überraschende Einlagen und tolle Unplugged-Versionen bekannter Lieder, das war eine sehr schöne Abwechslung zu den üblichen Konzerten. Ein Lob auch an die Gast-Musiker, die sich sehr harmonisch in die Band einfügen. Danke für diesen wundervollen Abend, wir sehen uns morgen wieder!

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Patrick Wieland

Patrick Wieland

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Ralph Rieker und Jürgen Stiehle

Ralph Rieker und Jürgen Stiehle

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Marta legt ihre Beine auf Ralphs Kontrabass

Marta legt ihre Beine auf Ralphs Kontrabass

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Marta (ohne h)

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Mit Die Happy in den Weihnachtsurlaub!

Dezember 24, 2008
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Die Happy von links: Thorsten Mewes, Jürgen Stiehle, Marta Jandová und Ralph Rieker.

Ursprünglich dachte ich, dass das Die Happy-Konzert in Aschaffenburg vor zwei Monaten das letzte für dieses Jahr sei, aber da habe ich mich geirrt. Einen Tag vor Weihnachten rockten Die Happy Nürnberg -  und das war zu verlockend, als dass ich diese Gelegenheit auslassen könnte.

Den 23. Dezember hatte ich mir freigenommen, um ganz in Ruhe alle Dinge für die Heimreise an Heiligabend vorzubereiten. Abends ging es dann auf nach Nürnberg, genauer gesagt zum Hirsch. Gegen 20 Uhr kam ich an und draußen hatte sich schon eine Schlange gebildet. Etwa 20 Minuten hats gedauert, dann war ich drinnen. Nach einiger Wartezeit spielten gegen 21 Uhr die Vorband Trustgame, deren Musik man sich ganz gut anhören konnte. Lustigerweise habe ich ein Mädchen getroffen, das auch schon beim Konzert im Colos-Saal in Aschaffenburg dabei war. Nach dem Auftritt von Trustgame suchte ich mir einen guten Platz vor der Bühne. Nach der Umbaupause und dem Soundcheck ging es gegen 22.15 Uhr endlich los, das Intro erklang. Wenig später betraten Jürgen, Thorsten, Ralph und zuletzt Marta die Bühne. Wie man es von Die Happy gewohnt ist, wechselten sich rockige Lieder mit ruhigeren ab. Und auch ein kleiner Vorgeschmack auf die bevorstehende Unplugged-Tour durfte natürlich nicht fehlen. Bis auf das Ärgernis, dass der Akku meiner Digitalkamera beim letzten Drittel des Konzertes den Geist aufgab, war das Konzert eine gelungene Veranstaltung. Gut, ich habe es „nur“ in die zweite Reihe geschafft, aber es war wieder einmal ein tolles Erlebnis, mit der Band zusammen zu singen und zu springen. Wie das so ist, vergeht die Zeit auf einem so schönen Abend viel zu schnell. Gegen Mitternacht verabschiedete sich die Band mit „Supersonic Speed“ und die Besucher schoben sich langsam in Richtung Ausgang. Hier kam es dann zur Zufallsbegegnung Nummer 2: Dieses Mal habe ich einen Die Happy-Fan wiedererkannt, der auch schon beim Oberfranken Festival in Lichtenfels dabei war. Die Welt ist klein…

Ich fuhr nach Hause und haute mich hin, denn den nächsten Tag musste ich früh aufstehen, die Heimreise stand auf dem Tagesplan. Das war dann wohl wirklich das letzte Die Happy-Konzert für dieses Jahr. Ich bedanke mich bei Die Happy für die vielen schönen Momente, die sie mir dieses Jahr beschert haben. Außerdem bedanke ich mich bei den Besuchern meiner Seite für das Interesse an meinen (mehr oder minder informativen) Einträgen.

Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr,

Felix

Zum Abschluß hier noch die schönsten Schnappschüsse vom Konzert (zum Vergrößern aufs Bild klicken):

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Die Happy in Aschaffenburg – mein Tour-Abschluss-Konzert 2008

Oktober 24, 2008

Die Happy rockten am Freitag-Abend den Colos-Saal. Was für ein Auftritt!

Vor nicht einmal einer Woche war ich in Passau unterwegs, um Die Happy live zu sehen. In Aschaffenburg fand heute mein fünftes und voraussichtlich letztes Die Happy-Konzert für das Jahr 2008 statt. Warum das  noch besser als in Passau war, will ich nun erzählen.

Donnerstag, der 23.10., 23.15 Uhr

Nach einem halben Arbeitstag bin ich vom Nürnberger Hauptbahnhof gegen 14 Uhr nach Aschaffenburg gefahren. Dieses Mal war sogar der Wagen am Zug, in dem ich einen Platz reserviert hatte. Ohne Verspätung kam ich gegen halb Vier in Aschaffenburg an. Hotel und Colos-Saal (so hieß der Veranstaltungsort) sind nur etwa fünf Minuten voneinander entfernt – sehr praktisch. Nach einem kurzen Spaziergang und einem kleinen Imbiss ging ich gegen 18.15 Uhr zum Veranstaltungsort. Drinnen war kaum jemand, aber ich hörte ein Lied von Nulltarif, der Vorband des heutigen Abends. Die scheinen also für ihren Auftritt zu Proben. Nebenan ist gleich die Jazzküche, eine Bar bzw. ein Restaurant, in dem ich mich für eine Weile niederlies. Mit der Zeit kamen mehr Leute, gegen 19 Uhr wurde man hineingelassen. So dann auch ich – und mit mir meine Digitalkamera, mit der ich später noch fleißig Bilder knipste. Das war schon mal ein großer Pluspunkt im Vergleich zu Passau, denn da hab ich es gar nicht erst versucht, eine Kamera mit hineinzunehmen. Ich setzte mich in der Nähe der Bühne auf eine Stufe und wartete, der Raum füllte sich allmählich. Auf einer Projektionswand wurde für die kommenden Veranstaltungen im Colos-Saal geworben. Gegen 20 Uhr wurde die dann aber hochgezogen und schon bald standen die Bandmitglieder von Nulltarif auf der Bühne. Wie in Passau haben sie eine ordentliche Show abgeliefert und der Sänger war mit uns sehr zufrieden, denn er meinte, Aschaffenburg sei das beste Publikum.

Nulltarif gaben sich spielfreudig. Eine wirklich gute Performance!

Nulltarif gaben sich spielfreudig. Eine wirklich gute Performance!

Ich habe mir ein Getränk bestellt und erst irgendwo abgestellt. Es begannen die Umbaumaßnahmen auf der Bühne, Uli, ein Crewmitglied, checkte wie immer die Instrumente auf ihre Tauglichkeit. Inzwischen stand ich nicht ganz vorne, aber in der zweiten Reihe. Der Clou: Mein Glas habe ich auf der Bühne abgestellt – so konnte ich während des Konzerts immer wieder einen Schluck trinken und war dadurch länger fit als in Passau. Bevor es losging, schwätze ich mit einem anderen Fan über vergangene Konzerte. Er erzählte mir, dass Marta hier im Colos-Saal vor etwa eineinhalb Jahren von der Bühne gefallen sei, während Sie „Breathing“ gesungen hat (das erwähnt sie übrigens auch auf der Unplugged-DVD des aktuellen Albums). Die ersten lauten Töne erklangen wenig später: Jürgen, Thorsten und Ralph kamen auf die Bühne, Marta zum Schluss und los ging das Konzert. Die Setlist war ähnlich der in Passau, wieder wurden drei oder vier Songs von der Abstimmung auf der Die Happy-Homepage gespielt. So waren Lieder wie eben „Breathing“ (Platz 1 bei der Abstimmung) gut, um Zwischendurch etwas Luft zu holen und einen Schluck zu trinken. Immer wieder wunderschön, der Song.

Gänsehaut bei "Breathing".

Bei „Big Boy“ wurde nach solch ruhigeren Stücken dann um so lauter mitgesungen und geklatscht. Leider wieder nicht mit dabei war „Still Love You“ und „Slow Day“. Was in Passau geklappt hat, passierte auch in Aschaffenburg: Schon zu Beginn kam Marta einmal auf die linke Seite der Bühne – und wieder haben wir uns kurz die Hände geschüttelt! Wieder wiedererkannt. So, und da ich ja meine Digitalkamera mit dabei hatte, habe ich immer wieder Bilder geschossen. Obwohl das Konzert hier eine Stunde früher begann, spielte die Band etwa zwei Stunden, nach „Supersonic Speed“ war Schluss. Schade, denn erstens war es ja erst 11.10 Uhr und zweitens hätte ich es wohl auch noch ein bisschen länger ausgehalten. Dafür war die Stimmung wirklich sehr gut und es gab ausreichend Möglichkeiten zum Springen, Klatschen und Singen. Ich bin sehr froh, dass ich das Konzert besuchen konnte. Es war ähnlich wie in Passau, nur eben besser, Dank Getränk in der Nähe und Digitalkamera zum Bilder schießen. Ein würdiger Abschluss meiner persönlichen Die Happy-Tour 2008.

Ralph ganz nah an den Fans!

Freitag, der 23.10., 15.15 Uhr

Danke, Deutsche Bahn! In Aschaffenburg am Gleis hieß es erst 20, ich korrigiere, 25, bitte entschuldigen Sie, 30, ach was, 40, ich meine natürlich 50 Minuten Verspätung. Das war doof, denn es war ganz schön kalt. Aber was soll’s, für dieses Konzert hat es sich definitiv gelohnt. Jetzt jedenfalls bin ich endlich zu Hause angekommen.

Marta und Thorsten.

Meine Die Happy-Tour 2008

Meine persönliche Die Happy-Tour 2008 begann am 31. Mai in Ulm, wo ich die Band zusammen mit einem guten Freund zum ersten Mal live erleben durfte – ja, erleben ist das richtige Wort dafür. Damals „nur“ in der sechsten oder vielleicht siebten Reihe rockte die Band ihre Heimatstadt dermaßen, dass ich vom einen Tag auf den anderen meine eine Lieblings-Live-Band gefunden hatte. Was für ein Konzert! Danach habe ich geschaut, auf welchen Festivals Die Happy auftreten und wo ich sie noch einmal sehen könnte. Es war der 2. August auf dem Oberfranken Festival in Lichtenfels. Da stand ich dann endlich zum ersten Mal in der ersten Reihe und kann endlich nachvollziehen, was das bedeutet. Sehr schön, wenn auch leider nur eine gute Stunde gespielt wurde. Im August gab es dann eine dicke Überraschung für mich. Ich war beruflich auf der Games Convention in Leipzig und wollte eigentlich am Samstag wieder abreisen, als ich morgens auf der Homepage von Die Happy lese, dass sie als Headliner auf der Games Convention einen Auftritt haben. „Das kann doch kein Zufall sein“, hab’ ich gedacht, konnte einen Tag verlängern und das Konzert besuchen. In der ersten Reihe, versteht sich. Und mit einer Besonderheit: einer Kamera. Damit habe ich das komplette Konzert aufgezeichnet. Auch wenn die Tonqualität miserabel ist, bin ich sehr froh über diese tolle Erinnerung. Danach kam erstmal längere Zeit nichts, aber ich wusste, ich muss die Band einfach nochmal live sehen. Da habe ich mir die Karten für Passau und Aschaffenburg bestellt. Diese Konzerte sind jetzt leider vorbei, aber sie waren schön. Ich bin sehr froh, dass es Die Happy gibt. 2009 wird es bestimmt einen Termin geben, an dem ich Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen wiedersehen kann. Im April wollen sie nämlich auf Unplugged-Tour gehen. Ich wünsche allen viel Spaß, die noch ein Konzert vor sich haben, denn ich kann euch versichern: es lohnt sich!

Jürgen, Thorsten, Marta und Ralph (v.l.) bedanken sich nach ihrem knapp zweistündigen Auftritt bei den Fans. Vielen, vielen Dank für dieses geniale Konzert! Ihr habt Aschaffenburg gerockt!

Weitere Bilder vom Konzert gibt es in der Gallerie:

Hals- und Beinbruch,

Felix


Die Happy in Passau – und ich auch!

Oktober 18, 2008

Links: Das Die Happy-Plakat. Rechts: Felix' Vorfreude.

Freitag, der 17.10., 17 Uhr

Es ist wieder Mal so weit. Eben waren es noch Wochen, nun dauert es nur noch einige Stunden, bis ich mein nächstes Die Happy-Konzert besuche (das vierte dieses Jahr!). Dafür habe ich mir diesen Tag extra frei genommen, um entspannt mit der Bahn nach Passau zu fahren. Die Deutsche Bahn hat sich für diesen Tag aber erst noch ein paar Späße einfallen lassen: 1. Mein Zug fährt an einem anderen Gleis ab, 2. Der Wagen mit meiner Sitzplatzreservierung fehlt, 3. Der Zug hat 18 Minuten Verspätung. Da ich trotz der Widrigkeiten einen Sitzplatz bekommen habe und auch kein einziges Mal umsteigen muss, sehe ich das dann aber doch recht gelassen. Gegen 14.45 Uhr komme ich in Passau an, das Wetter ist richtig schön und nach ein paar Minuten bekomme ich eine Ahnung, in welcher Richtung sich mein Hotel befindet. Das finde ich dann auch recht schnell, checke ein und gehe nach einer kurzen Pause in Richtung Stadt. Passau macht einen richtig netten Eindruck mit all den alten Gebäuden, der Inn, vielen kleinen Gassen usw. Ich gehe zum Veranstaltungsort des heutigen Konzertes, dem ProLi, damit ich später ohne Probleme den Weg finde. Als ich da bin, ist noch kein Die Happy-Fan zu sehen. Gut, denke ich mir, da hab ich noch etwas Zeit und ich spaziere noch ein bisschen an der Inn entlang und gehe dann wieder zurück zum Hotel und schreibe die Zeilen, die Sie gerade lesen.

Samstag, der 18.10., 0.30 Uhr

Endlich Stille, aber ein durchgehendes Piepgeräusch auf den Ohren. Das Konzert ist vorbei, meine Klamotten sind nassgeschwitzt – doch ich fange besser vorne an. Nachdem ich etwas gegessen hatte, bin ich zum Hotel zurückgegangen und habe mich fertig gemacht. Gegen 19.15 Uhr bin ich losgegangen und etwa 10 Minuten später am ProLi angekommen. Draußen standen schon ein paar Leute. Man konnte schon reingehen – aber noch nicht zur Bühne. Dafür erfuhr ich, dass es im ersten Stock ein Cafe gibt. Gut, also nichts wie hin. Ich komme herein und wen sehe ich? … Marta!!! Ich grüße und verstehe erst jetzt, dass ich gerade Marta von Die Happy gegrüßt habe. Cool! Ich suche mir einen Tisch und sehe auch Thorsten an dem Nachbartisch mit Marta und weiteren Leuten sitzen. Nach einer Weile sind sie wieder verschwunden, aber egal, das nenne ich Fan-Nähe! Gegen 20 Uhr gehe ich in die Eingangshalle, denn auf meinem Ticket steht, dass um 20 Uhr der Einlass beginnt. Wie ich feststellen muss stimmt das aber nicht ganz, es geht erst eine halbe Stunde später los. Also heißt es: Warten. Nach einer halben Stunde gebe ich meine Jacke an der Garderobe ab, schnappe mir ein Getränk an der Bar und sitze nun im ProLi auf einer Stufe und schaue mir an, wie sich der Raum langsam mit Menschen füllt. Um 21 Uhr beginnt die Vorband Nulltarif den Zuschauern einzuheizen. Der Raum ist sehr überschaubar, ich würde auf 300 Besucher tippen (wobei meine Schätzungen auch gerne mal daneben liegen). Nach den ersten Liedern stelle ich mich in die Mitte des Raumes und dann kommt die nächste Überraschung: Thorsten von Die Happy steht vor mir im Publikum und hört sich auch die Vorband an. Mir hat Nulltarif überraschend gut gefallen, Respekt dafür! Nachdem sie gegen 21.40 Uhr fertig waren, bin ich weiter nach vorne gegangen und stand in der ersten Reihe. Nun waren die Umbaumaßnahmen im Gange. Einmal hieß es noch warten. Die Instrumente wurden gecheckt und dann war klar: lange dauert es nicht mehr. Gegen 22.15 Uhr ging es los: Jürgen, Thorsten, Ralph und Marta kamen auf die Bühne. Dieses Mal stand ich links vor der Bühne, also vor Thorsten. Die Liederauswahl war an die der vergangenen Konzerte angelehnt, aber es gab auch ein paar Neuerungen. Wunderschön war zum Beispiel „Breathing“, dass vorher meines Wissens eher selten gespielt wurde. Außerdem wurden „The Ordinary Song“, „Goodbye“, „Big Boy“, „Adam’s Eyes“ (cool!), „Perfect“, „Bitter To Better“, „Genuine Venus“, „Wanna Be Your Girl“ und „Like A Flower“ gespielt, an alle Lieder kann ich mich nicht erinnern. Schade: „Still Love You“ war nicht mit dabei. Ich war sehr froh, wieder in die erste Reihe gekommen zu sein. Das alte Problem: schon nach dem ersten Lied hatte ich eine trockene Kehle. Es war sowieso recht warm in ProLi, sodass es ein anstrengender Abend wurde – da half auch Martas Dusche mit einer Wasserflasche wenig. Trotzdem sehr aufmerksam! Das Springen und Singen hat sich definitiv gelohnt: Ein paar Mal kam Marta zu uns auf die linke Seite, sodass wir für einen kurzen Moment ganz nah gemeinsam gesungen haben. Einmal haben wir uns sogar die Hände geschüttelt! Ich hatte an diesem Abend das Gefühl, dass sie mich wiedererkannt hat.

Um kurz vor Mitternacht kündigte Thorsten eine Zugabe an, die deshalb wenig überraschend war, aber die Zeit drängte, um 24 Uhr sollte Ruhe im ProLi einkehren. Das war mir ehrlich gesagt auch ganz Recht, denn inzwischen war ich ziemlich ausgepowert. Die letzten Töne verklangen, die Bandmitglieder bedankten sich, das Publikum klatschte – ein schöner Auftritt ging vorbei. Jürgen warf seine Drumsticks ins Publikum, Marta versteckte sich hinter einer großen Box, zog ihr Die Happy-Shirt aus und warf es ins Publikum – dann war die Bühne leer. Ich ging zu meinem Getränk und leerte es schnell, wartete an der Garderobe kurz auf meine Jacke und ging dann zum Hotel. Schnell nahm ich noch eine Dusche und schlief ein. Gute Nacht!

Samstag, der 18.10., 14.00 Uhr

Nachdem ich noch ein bisschen durch Passau gegangen und im Saturn günstig ein paar Staffeln Emergency Room erstanden habe, sitze ich in nun im Zug Richtung Nürnberg. Dieses Mal ohne Verspätung und mit meinen reservierten Sitzplatz. Schön! Das Pfeifen auf den Ohren ist zwar noch nicht ganz weg, aber schon weniger geworden. Es bleibt festzuhalten: Die Wartezeit vor dem Konzert hat ein bisschen genervt, die Vorband Nulltarif ist live gar nicht mal übel, Die Happy ist eine tolle Band, ich hab’ Marta die Hand geschüttelt und in weniger als einer Woche sehe ich die Vier wieder – dann in Aschaffenburg.

Einige Bilder aus Passau:

Einen schönen Sonntag wünscht

Felix


Die Happy beim Oberfranken Festival

August 3, 2008

Gestern war es endlich wieder soweit. Nach dem grandiosen Die Happy-Konzert in Ulm (was für mich das beste Konzert bisher war) habe ich gestern das Oberfranken Festival in Lichtenfels besucht, um dieses geniale Band endlich wieder live zu sehen.

Easy Come Easy Go

Wenig spannend sind meist Hin- und Rückfahrt zum Festival, deshalb halte ich mich kurz. Abfahrt um 16:40 Uhr vom Nürnberger Hauptbahnhof, planmäßige Ankunft um 18 Uhr in Lichtenfels. Dort stelle ich fest, dass kaum etwas los ist. Ich wollte mich auf mein Gehör verlassen und den Weg zum Festival anhand der in der Ferne zu hörenden Musik finden. Tatsächlich bin ich aber planlos durch Lichtenfels gelaufen, bis mir drei Jugendliche den Weg zum Festival beschrieben. Etwa zehn Minuten später war ich am Schützenplatz, lies mir ein Bändchen ums Armgelenk machen und war da – auf dem Oberfranken Festival. Nun hatte ich noch Zeit in Ruhe ein Stück Pizza zu essen und etwas zu trinken, denn laut der Festival-Homepage sollten Die Happy gegen 20 Uhr spielen. Das Gelände war sehr überschaubar und noch lange nicht voll. Für ein Festival waren recht wenige Leute da. Egal, das Wetter war beständig und es hat den ganzen Abend nicht einen Tropfen Regen gegeben. 4Lyn standen auf der Bühne und gegen 19.45 Uhr stellte ich mich vor die Bühne, gleich sollte es losgehen. Denkste! Auf dem Festival gab es zwei Bühnen. Nicht aber, dass auf beiden Bühnen parallel gespielt wurde – NEIN – die Bands wechselten sich ab. So standen dann erst noch Lowtus auf der anderen Bühne, ich wartete vor der anderen. Die wurde allmählich für Die Happy aufgebaut. Nicht um 20 Uhr, sondern erst gegen 21.15 Uhr hatte das Warten ein Ende. Das Geniale: Da ich früh an der Bühne stand und das Festival nicht gerade überlaufen war, stand ich so weit vorne, dass daraus schon bald ein Platz in der ersten Reihe wurde, also ganz vorne! Ja, und dann ging es endlich los, Marta, Thorsten, Ralph und Jürgen kamen auf die Bühne.

No Slow Day

Ich stand vorne rechts, ziemlich genau vor Ralph und hatte hier so eine Aussicht, wie man sie sich nur wünschen kann. So weit vorne stand ich noch nie bei einem Konzert. Ich kam noch mit einem Kollegen ins Gespräch, der meinte, er wäre nur wegen Die Happy beim Oberfranken Festival – richtig so! Naja, nach den ersten ein, zwei Liedern war es dann soweit, dass ich mit gehüpft bin, wie es nur ging. Das hatte leider zur Folge, dass ich schon nach 15 Minuten wieder Durst hatte, aber da musste ich jetzt durch. Es war so toll, ganz vorne zu stehen. Natürlich konnte ich auch Marta gut sehen, Thorsten und Jürgen waren etwas weiter weg. Wenn ich mitsang oder die Hände in der Luft waren, dann hatte ich richtig das Gefühl als würde ich gemeinsam mit der Band einen Song singen. Genial! An die Lieder-Auswahl kann ich mich nur bruchstückchenhaft erinnern, folgende waren dabei: „Easy Come Easy Go“, „New York – Tokyo“, „Wanna Be Your Girl“, „Goodbye“. Meine Highlights waren die aktuelle Single „Still Love You”, „The Ordinary Song” und „Supersonic Speed“. „Slow Day” war leider nicht dabei . Die Band hat nur etwa 75 Minuten gespielt, weil dann EL*KE auf der anderen Bühne dran waren. Nach dem Auftritt habe ich mir was zu trinken und ein Die Happy-Poster gekauft und schlenderte zurück zum Bahnhof, um nach Hause zu fahren. Um 1 Uhr war ich endlich angekommen.

Fazit

Ich hatte erst so meine Bedenken, ob dieser Abend so richtig Spaß machen wird. Wenig Festival-Besucher und die Verschiebung im Zeitplan waren jedenfalls nicht die besten Vorboten. Ich sag mal so: Die Happy haben jeden Zweifel weggrockt! Nach ein paar Minuten ging es mal wieder nur ab und mein Platz in der ersten Reihe war einfach genial. Man hatte das Gefühl, dass Thosten und Marta jeden einzelnen wahrnehmen. Wirklich schade war, dass sie nur gut eine Stunde gespielt haben. Trotzdem: Die Happy bleibt für mich aktuell die beste Live-Band!

Einen schönen Sonntag wünscht

Felix


Die beste Bänd der Welt in Nürnberg

Juli 10, 2008

Am Mittwoch fand in Nürnberg ein Ärzte-Konzert statt. Was ich dort erlebt habe, lesen Sie hier:

Der lange Weg zum blauen Himmel

Gestern war der Tag da, auf den ich mich schon sehr gefreut habe. An meiner Tür hängt noch ein Blatt, auf dem ich die Tage runter gezählt habe, bis es begann: das Jazzfäst der besten Band der Welt. Nach der Arbeit traf ich mich mit meinem Bruder, wir aßen noch schnell etwas und fuhren dann mit der U- bzw. S-Bahn zur Arena Nürnberger Versicherung. Vor dem Eingangsbereich konnte man sich mit T-Shirts zum Auftritt ausstatten, wenn man wollte. Dann ging’s durch die Security, die uns netterweise alle Getränkeflaschen mit reinnehmen lies, allerdings von jeder den Verschluss aufdrehte, sodass man sie nicht mehr im Rucksack verstauen konnte. Naja, dann hieß es warten, bis um kurz vor 20 Uhr die Vorband „Blowfly“ die Bühne betrat und ihre Lieder spielte. Es bot sich ein skurriler Anblick, denn der Sänger hatte eine Art Superhelden-Kostüm an und eine Maske auf. Außerdem schrie eine halbnackte Dame in ihr Mikrofon, was diesen Auftritt aber auch nicht besser machte. Vor allem die kratzige Stimme nervte mich sehr und es flog auch mal ein Becher auf die Bühne. Das Beste an ihrem Auftritt war noch, dass sie zeitweise von Rodrigo und Bela musikalisch unterstützt wurden. Nach einer guten halben Stunde waren „Blowfly“ fertig und endlich konnte man sich von dem Auftritt erholen. Aber eigentlich ein genialer Schachzug von den Ärzten: Wenn einen die Vorband so gar nicht gefällt, findet man die Lieder der Ärzte gleich noch mal so gut. Was folgte, wissen die Meisten eh schon: ein schwarzer Vorhand mit der Aufschrift „Achtung Jazz!“ wurde hochgezogen. Dann kletterten drei Lichttechniker eine kleine Leiter hinauf, um ihre Positionen einzunehmen (der Zweite war der Coolste). Nun musste man sich noch etwas gedulden. Einige Fans stimmten Sprechchöre an: „Wir wolln die Ärzte sehn, wir wolln die Ärzte sehn, wir wolln, wir wolln, wir wolln die Ärzte sehn!“ Natürlich blieben die Rufe nicht ungehört, denn um kurz vor 21 Uhr hörte man die Ärzte (immer noch hinter dem Vorhang), sie spielten die ersten Töne von „Himmelblau“. Die Fans schrien und klatschten und endlich setzte Farins Gesang ein. Bald entlud sich die Anspannung darin, dass der Vorhang viel, Bela, Farin und Rod standen auf der Bühne und die Masse war nicht mehr zu halten.

Die Mischung macht‘s

Die Liederauswahl war für meinen Geschmack gut gewählt. Selbstverständlich war „Himmelblau“ nicht das einzige Lied von „Jazz ist anders“, die Ärzte spielten auch „Junge“, „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend“ und zum Glück auch „Lasse redn“. Bei „Deine Freundin (wäre mir zu anstrengend“ sollte das Publikum mitsingen. Nach „Pflegeleicht“ sangen die Frauen „Klingeling“, die Männer daraufhin „Hallo“ und dann wieder die Frauen „Hier ist Mutti“. Ein großer Spaß! „Lasse redn“ war mein Highlight, hier hat das Publikum richtig Gas gegeben: alle Hände waren in der Luft. Auch eine schöne Aktion: Als bei „Radio brennt“ die Textzeile „Sie spielten gerade dein Lieblingslied“ kam, spielten die Ärzte „Jag älskar Sverige!“ in einer Reggae-Version. Aber es waren auch echte Raritäten dabei, so wie „Rettet die Wale“ oder „Das ist Rock ‘n‘ Roll“, von dem ich den Text leider nicht kannte. Bei „Unrockbar“ haben sich alle hingesetzt und erst als die Ärzte „unrockbar“ gesungen haben, sind alle wieder aufgesprungen. Natürlich gab’s auch eine La Ola und bei ruhigeren Liedern wie „1/2 Lovesong“ haben einige Leute die Halle mit ihrem Feuerzeug erleuchtet – einfach eine tolle Stimmung. Auf der Bühne gab es recht viel zu gucken, zu jedem Lied gab es eine andere Beleuchtung und auf großen Displays sah man zu vielen Liedern Animationen. Dafür kann ich mich an keine Verkleidung der drei Herren entsinnen – schade. Wie es sich gehört kamen wir auch in den Genuss von „Schundersong“ („Oh, oh, oh, Arschloch!“), „Zu spät“ („Warum, warum, warum, warum? Darum, darum, darum, darum! Wieso, wieso, wieso, wieso? Deshalb, deshalb, deshalb, deshalb!“) oder „Manchmal haben Frauen“. Was noch? „Der Graf“, „Anti-Zombie“ und „Geisterhaus“ zum Beispiel, wobei ich die beiden letzt-genannten live nicht so toll fand.

Von Nordic Walking und fehlender Flüssigkeit

Die Ärzte haben richtig lange gespielt: von 21 bis kurz vor 24 Uhr. Natürlich mit mehreren, kurzen Pausen. Wenn Farin und Rod die Plätze auf der Bühne getauscht haben, dann zelebrierten sie das: Sie gingen nicht einfach von links nach rechts, sondern sie schritten mit Nordic Walking-Stöcken zu ihren Plätzen. Da wir wegen der Security keine Getränke mehr hatten, wurde der letzte Teil des Konzerts zunehmend anstrengender. Ich muss den Hut vor den Ärzten ziehen, weil sie so lange spielen, aber zunehmend fehlte mir die Kraft zum Klatschen, Singen und Springen. Um Viertel vor 12 haben mein Bruder und ich uns zum Ausgang aufgemacht. Bei der S-Bahn-Station angekommen fuhr uns der Zug gerade vor der Nase weg. Da wir nun noch eine halbe Stunde Zeit hatten, wollte ich zu Burger King, um nach drei Stunden ohne Flüssigkeit und erschöpft durch körperliche Verausgabung endlich ein heiß ersehntes Getränk zu mir zu nehmen. Doch was muss ich feststellen, der Burger King hat vor fünf Minuten dicht gemacht – Mist! Zum Glück erspähte ich einen Ärzte-Fan, der eine Sprite-Flasche in der Hand hielt. Flehend bat ich ihn um einen Schluck seines kostbaren Gutes – und er war so nett, mich etwas trinken zu lassen. Falls der edle Spender diese Zeilen liest, nochmals herzlichen Dank! Danach warteten wir auf die S-Bahn, die uns sicher zum Nürnberger Hauptbahnhof brachte. Von hier ging es mit der U-Bahn nach Hause. Erschöpft und glücklich bin ich eingeschlafen. Es war ein schönes Konzert: Bela, Farin und Rod hatten gute Laune – und damit waren sie nicht die einzigen.