Gestern fand in Siegen ein kleines, aber feines Festival statt. Da ich mir die Stadt sowieso anschauen wollte, habe ich meinen Abstecher nach Siegen so gelegt, dass ich auch das Uni Festival besuchen konnte.
Der Weg ist das Ziel
Am Vormittag war es ziemlich schwül, in der Mittagszeit zogen dann allerdings Wolken auf. Hoffentlich regnet es nicht beim Festival, dachte ich mir. Vom Bahnhof fuhr ich mit einem Bus zum Universitätsgelände auf dem Haardter Berg. Da ich bereits am Tag zuvor bei der Uni war, wusste ich, wo sich das Festival-Gelände befindet. Gegen 17 Uhr wurde man hereingelassen. Gewundert habe ich mich über die Einlass-Kontrolle, denn die Sicherheitsleute haben nicht nachgeschaut, was in meinen Taschen ist. Naja, mir soll’s recht sein. Nach einem kleinen Imbiss ging’s auf zur Bühne. Man könnte das Festival als „Mini-Rock im Park“ bezeichnen, was ja nicht bedeutet, dass es kein guter Abend wird. Bevor die erste Band ihren Auftritt hatte, regnete es natürlich noch ein bisschen. Danach blieb das Wetter glücklicherweise stabil.
Steigerungsfähig
Die erste Band des Abends stand nicht von vornherein fest, sie hat sich in einem Contest durchgesetzt. Es spielte Play The Gallery, eine Band direkt aus Siegen. Es standen zwar nur wenige Leute vor der Bühne, trotzdem war ich positiv überrascht, denn Play The Gallery machte nicht nur einen sympathischen Eindruck, auch ihre Lieder waren interessant. Die Sängerin stand kaum länger als drei Sekunden auf einer Stelle, sondern war fast immer in Bewegung.
Nach der Umbaupause war die Zeit reif für ein bisschen Luxuslärm. Auch diese Band habe ich live noch nicht gesehen, lediglich ihre Single „1000 Km Bis zum Meer“ habe ich schon ab und zu im Radio gehört.
Jedenfalls wurde es voller auf der Wiese und schon das zweite oder dritte Lied war „1000 Km Bis zum Meer“. Play The Gallery hat mir schon gut gefallen, aber Luxuslärm hat mindestens noch eine Schippe draufgelegt. Mit jedem gespielten Lied taute das Publikum ein Stückchen weiter auf.
Gegen Ende des etwa einstündigen Auftritts wurde nicht nur ein Stück von Rage Against The Machine gecovert, „1000 Km Bis zum Meer“ wurde noch einmal gespielt. Nun war sichergestellt, dass jeder das Lied mindestens einmal gehört hatte und das Publikum sang jetzt noch lauter und sprang in die Luft, kurzum: die Stimmung war richtig gut!
Im Freudentaumel
Luxuslärm hat mir richtig gut gefallen, können Die Happy das noch toppen, fragte ich mich. Ich fragte mich das genau so lange, bis Ralph, Thorsten, Jürgen und zum Schluss Marta auf die Bühne kam, allesamt gut gelaunt, und endlich losrockten. Und schon sprangen die Leute in die Luft, voller Freude, Die Happy zu sehen. Mein Eindrück war, dass sie an diesem Abend richtig Bock hatten, in Siegen aufzutreten. Neben bekannten Liedern gab’s für mich auch eine Premiere: der neue Song „Rebel In You“, der ziemlich abgeht. Ich denke, dass ist so ein Lied, dass nur live sein ganzes Potential entfaltet.
Das neue „Most Wanted“-Album, auf dem sich auch „Rebel In You“ befindet, erscheint übrigens am 17. Juli. Nachdem sich Die Happy eine klitzekleine Pause gönnten, spielten sie auch einen Song von Skunk Anansie. Wie so oft war es ein sehr schönes Konzert.
Ende in Sicht
Das Uni Festival 2009 hinterlässt bei mir einen durchweg positiven Eindruck. Mit knapp elf Euro war der Eintrittspreis ein Schnäppchen, der Sound war gut und nicht nur Die Happy haben Siegen erwartungsgemäß gerockt, auch die Vorbands hatten ihren Anteil daran.
Gruß,
Felix























Verfasst von kanonenfutta 

















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